Kombiwetten-Bonus unter der Lupe: Mindestquote, Nettogewinn und die Grenzen der Schweizer Bewilligung
29. Oktober 2026 · Bewilligungsangaben geprüft gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach Geldspielgesetz sowie die Angaben der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa.

Eine Kombiwette ist ein Versprechen an die eigene Zuversicht. Vier Spiele, fünf Spiele, ein Samstagabend — alles muss stimmen. Und mitten in dieser Zuversicht sitzt ein Wort, das die Anbieter gern gross schreiben: Bonus. In der Schweiz gibt es für Kombiwetten genau einen solchen Bonus, der auf einer Bewilligung nach Geldspielgesetz steht, und er kommt aus Basel: der Kombiboost von Sporttip, dem Sportwettenprodukt der Swisslos. Vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50, dann legt Swisslos 5 % auf den Nettogewinn drauf. Bei sieben solchen Voraussagen sind es 20 %, bei zehn 40 %, bei fünfzehn 100 %.
Das klingt nach einem Geschenk und ist eine Rechnung. Wer fünfzehn Tipps zu je Quote 1.50 kombiniert, hat eine Gesamtquote von rund 438 — und eine Trefferchance, die man besser nicht ausrechnet, während man den Wettschein ausfüllt. Genau darum geht es auf dieser Seite: nicht darum, welcher Boost am lautesten klingt, sondern darum, welcher Weg zu welchem Spielenden passt. Denn in der Schweiz ist die Auswahl nicht gross, und jeder der Wege hat einen Preis, der nicht in Prozenten auf dem Plakat steht.
Neukundenangebote und Kombiboosts: was am Ende auf dem Wettschein steht
Wer nach einem Kombiwetten-Bonus sucht, findet zwei verschiedene Dinge unter demselben Wort. Das eine ist ein Neukundenangebot, das beim ersten Konto greift. Das andere ist ein Kombiboost, der jede passende Wette belohnt, solange sie die Bedingungen erfüllt. In der Schweiz ist das zweite das interessante, weil das erste an eine Hürde geknüpft ist, die ein ausländischer Neukundenbonus nie hatte: Man muss dort wohnen, wo der Veranstalter wetten darf.

Der Sporttip-Kombiboost: vier Voraussagen, Quote 1.50, ein Zuschlag auf den Nettogewinn
Der Kombiboost gilt ausschliesslich online, für Prematch-, Live- und Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus selbst liegt auf dem Nettogewinn — nicht auf dem Einsatz, nicht auf der Auszahlung — und staffelt sich nach der Zahl dieser Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, die Veranstalterin darf die Grenzen also ziehen, wo sie will.
Das ist der Angelpunkt der ganzen Seite. Der Bonus multipliziert nicht die Auszahlung, er erhöht den Gewinn. Bei einer Wette von CHF 10 auf eine Gesamtquote von 4.80 sind das CHF 48 Auszahlung und CHF 38 Nettogewinn; 5 % davon sind CHF 1.90. Der Boost ist damit ein Zuschlag von knapp zwanzig Rappen pro Franken Einsatz — für eine Wette, deren Eintreffen alles andere als sicher ist.
Wie die Tabelle aussieht, wenn man sie mit den echten Quoten füttert
Rechnen wir es an einem Beispiel durch, das bewusst bescheiden gewählt ist: vier Voraussagen, Einsatz CHF 10, Quoten von 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00. Diese vier Zahlen sind eine Veranschaulichung, kein Angebot und kein aktueller Preis.
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, hier 1.60 × 1.70 × 1.80 × 2.00 = 9’792. Der mögliche Gewinn beträgt also CHF 10 × 9’792 = CHF 97.92, der Nettogewinn CHF 87.92. Mit vier Voraussagen greift die unterste Stufe des Boosts: 5 % auf den Nettogewinn ergeben CHF 4.40 zusätzlich, und damit rund CHF 102.32 statt CHF 97.92 zurück.
Dasselbe Beispiel mit einer anderen Gesamtquote zeigt, wo die Schmerzgrenze liegt. Vier Voraussagen zu je 1.50 — genau der Mindestquote — ergeben 5.0625; bei CHF 10 Einsatz sind das CHF 50.63 Auszahlung, CHF 40.63 Nettogewinn und CHF 2.03 Boost, zusammen CHF 52.66. Der Zuschlag ist hier nicht einmal ein Fünftel des Einsatzes. Je weiter man sich über die Mindestquote bewegt, desto mehr bringt der Bonus in absoluten Franken — aber desto unwahrscheinlicher wird die Kombination.
Dazwischen liegen die realistischeren Fälle. Vier Voraussagen zu 1.80 ergeben 10.4976, also CHF 104.98 Auszahlung vor Boost und damit einen Zuschlag von rund CHF 4.75. Fünf Voraussagen zu 1.80 ergeben 18.8957 und fallen weiterhin in die Stufe mit 5 %, weil die nächste Stufe erst bei sieben Voraussagen beginnt. Hier zeigt sich die Eigenheit der Staffelung: Zwischen vier und sechs Voraussagen ändert sich am Prozentsatz nichts, während die Trefferwahrscheinlichkeit weiter fällt. Wer fünf Tipps statt vier spielt, bekommt denselben Bonus auf eine kleinere Chance.
Mit sieben Voraussagen zu 1.80 liegt die Gesamtquote bei 61’223, der Nettogewinn bei CHF 602.23, und 20 % davon sind CHF 120.45. Der Sprung ist gross. Er ist aber auch der Moment, in dem die Kombination auf ein Ereignis setzt, dessen Wahrscheinlichkeit sich längst nicht mehr gut anfühlt. Und mit zehn Voraussagen zu 1.80 steigt die Gesamtquote auf 357.05, der gewährte Zuschlag wäre 40 % auf CHF 3’560.48 Nettogewinn — vorausgesetzt, einer dieser zehn Tipps kippt nicht.
Hier steht der nüchterne Kernsatz: Der Boost skaliert mit der Zahl der Voraussagen und mit ihrer Quote, und beide skalieren gegen den Spielenden, nicht für ihn. Deshalb lesen wir die Staffelung nicht als Leiter nach oben, sondern als Angebot mit klar benannten Sprossen — wer bei vier Voraussagen bleibt, hält die Chance am grössten und den Bonus am kleinsten; wer auf sieben geht, tauscht Chance gegen Prozente. Die Wahl ist die Wahl, und sie ist eine Wahl.
Bedingungen, die man übersieht, wenn man nur auf die Prozente schaut
Ein Kombiboost ist kein isoliertes Produkt. Er hängt an allen Regeln, die für Kombinationswetten gelten. Sporttip erlaubt für Einzel- und Kombinationswetten einen Einsatz zwischen CHF 1 und CHF 1’000 pro Wettschein; die Veranstalterin kann diese Limiten jederzeit und ohne Begründung ändern, und was darüber liegt, wird gar nicht erst angenommen. Der Boost ist also nicht nur durch Mindestquote und Mindestzahl begrenzt, sondern auch durch einen Deckel pro Wettschein.
Eine weitere Grenze liegt in der Art der Voraussagen. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückzahlen. Wer also glaubt, den Boost dadurch zu erhöhen, dass er zwei Märkte desselben Spiels hintereinanderschaltet, spielt mit einer Regel, die im Zweifel gegen ihn entscheidet.
Dasselbe gilt für Livewetten. Eine Livewette ist gültig, unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 — und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für eine Kombination ist das ein stiller Killer. Eine Voraussage, die auf 1.00 fällt, zählt zwar im Wettschein mit, aber nicht mehr im Boost.
Der Kombiboost im Vergleich zu den Wegen, die es sonst noch gibt
Es gibt mehr als einen Weg, eine bessere Auszahlung zu suchen, und der Kombiboost ist nur einer davon. Die anderen sind Quotenboosts und Profitboosts. Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online, für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert — und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Das ist die Wahl, die den Angle dieser Seite ausmacht. Der Kombiboost ist unbegrenzt oft nutzbar, weil er kein Einmal-Angebot ist, sondern eine Regel im Spielprogramm. Der Quotenboost trifft genau einmal und nur eine Einzelwette. Wer regelmässig spielt, zieht aus dem Kombiboost mehr; wer eine einzige, gut begründete Voraussage hat, hat im Quotenboost das bessere Werkzeug, weil er dort keine Kombination eingehen muss, um überhaupt einen Zuschlag zu bekommen.
Interessant ist dazu, was mit dem Boost passiert, wenn man die Wette vorzeitig beendet. Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Ereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ein Boost, der verfällt und gleichzeitig einen Cash-Out-Betrag unter dem möglichen Gewinn erzeugt, ist kein Werkzeug zum Aussteigen. Wer einen Kombiboost spielt, sollte den Wettschein zu Ende denken.
Zwei Guthabenarten, zwei verschiedene Rechnungen
Ein Punkt, der in der Bonuswerbung nie steht: Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar. Das gilt bei Swisslos genauso wie bei der Loterie Romande, wo Gratisspielguthaben ebenfalls nicht auszahlbar ist. Wer also prüft, ob sich ein Angebot lohnt, muss unterscheiden, ob das Guthaben echtes Spielerkonto-Guthaben ist oder eine nicht auszahlbare Zugabe. Die erste Sorte kann man auszahlen lassen, die zweite nur verspielen — und verspielen heisst Einsatz leisten.
Bei der Auszahlung selbst ist Swisslos grosszügig, aber nicht unbegrenzt. Spielguthaben wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; darüber erfolgt die Überweisung bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen.
Bei der Loterie Romande liegt die Einzahlungsgrenze bei höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage und das Wallet-Guthaben ebenfalls bei höchstens CHF 10’000. Gewinne bis CHF 1’000 netto gehen direkt ins Wallet, höhere Gewinne werden auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen. Zwei Häuser, zwei Buchhaltungen, und beide sagen etwas darüber, wie weit ein Bonus in bare Münze reicht.
Strategien für Kombiwetten: warum Tipps sich rechnen, auch wenn sie nicht aufgehen
In der deutschen Suchsprache heissen sie Kombiwetten-Tipps heute, Kombiwetten-Strategie, sichere Kombiwetten. Das letzte Wort ist das gefährlichste. Eine Kombination hat keine Treffergarantie, und kein Tipp auf dieser Welt kann eine herstellen. Was eine Strategie leisten kann, ist etwas anderes: Sie kann entscheiden, welche Voraussagen zusammengehören, und sie kann entscheiden, wie viele es sein sollen.
Warum die Wahrscheinlichkeiten multiplizieren — und was das für die Tippzahl bedeutet
Eine Kombination gewinnt nur, wenn alle Voraussagen eintreffen. Gibt man jeder Voraussage eine Auftrittschance von 70 %, dann liegt die Chance für zwei bei 49 %, für drei bei 34 %, für vier bei 24 %, für fünf bei 17 %, für sieben bei 8 %. Die Quoten dieser Seite sind so gewählt, dass die Quote ungefähr den Kehrwert der Chance zeigt: Quote 1.50 entspricht zwei Dritteln, Quote 2.00 der Hälfte. Sporttip verlangt für den Kombiboost je Quote mindestens 1.50, was bedeutet, dass jede Voraussage im Boost eine Chance von höchstens rund zwei Dritteln mitbringt — und je näher die Quote an dieser Grenze liegt, desto höher ist sie.
Bei fünfzehn Voraussagen zu je 1.50 liegt die Gesamtquote bei über 438, und die Kombination gewinnt nur, wenn alle fünfzehn eintreffen. Der Boost von 100 % auf den Nettogewinn ändert daran nichts, weil er erst dann greift, wenn die Kombination schon gewonnen ist. Das ist die einzige Zeile, die in der Werbung fehlt: Der Boost ist eine Belohnung für einen Erfolg, nicht ein Werkzeug zu ihm.
Der praktische Aufbau: Reihenfolge, Mindestquote, Tippzahl
Eine brauchbare Aufbaureihenfolge beginnt nicht mit der Anzahl, sondern mit der einzelnen Voraussage. Zuerst kommt die Frage, ob ein Tipp überhaupt begründet ist. Danach kommt die Quote, und hier ist die Mindestquote von 1.50 keine Zielmarke, sondern eine Untergrenze — wer genau auf 1.50 spielt, drückt die Gesamtquote und damit die Auszahlung, ohne die Chance entsprechend zu verbessern. Erst danach entscheidet man, ob eine zweite, dritte, vierte Voraussage dazukommt, und jede zusätzliche sollte etwas beitragen, das die erste nicht schon enthält.
Der zweite Grundsatz lautet: Voraussagen aus derselben Sportveranstaltung gehören nur dann in eine Kombination, wenn sie unabhängig sind. Sonst greift die Bet-Builder-Regel. Ein 1X2-Tipp und ein Tipp auf dasselbe Endresultat, zwei Märkte desselben Spiels, die dieselbe Entwicklung abbilden — das ist eine Voraussage, die zweimal bezahlt wird und zweimal scheitern kann.
Der dritte Grundsatz betrifft das Ende. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Eine abgesagte Partie reisst also nicht die ganze Kombination, aber sie stutzt sie. Wer eine Kombination mit sieben Voraussagen baut, um die 20-%-Stufe zu erreichen, hat diese Stufe schon verloren, wenn eine davon ausfällt.
Und der vierte: Die Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Tipp auf den Sieger nach 90 Minuten ist ein anderer Tipp als ein Tipp auf den Aufsteiger. Beide können in derselben Kombination stehen, aber nicht so, wie man es auf den ersten Blick meint.
Was «sicher» in der Kombiwette nicht bedeutet
Wer nach sicheren Kombiwetten sucht, sucht nach einem Widerspruch. Eine Kombination ist per Definition die Summierung von Risiko: Jede Voraussage fügt eines hinzu, und keine fügt Sicherheit hinzu. Was man tun kann, ist, das Risiko zu wählen und nicht zu überschätzen. Eine Kombination aus wenigen Voraussagen mit moderaten Quoten ist etwas anderes als eine Kombination aus vielen Voraussagen an der Mindestquote — nicht sicherer, aber berechenbarer im Fehlerfall. Und die Quote zeigt offen, wie das Haus rechnet.
Der Vergleich der Schweizer Anbieter
Die Vergleichstabelle richtet sich nach den Dingen, die im Alltag tatsächlich greifen. Nicht nach dem beworbenen Prozentsatz, sondern nach der Frage, wer überhaupt eine Schweizer Bewilligung hat und auf welcher Grundlage er auftritt.
| Anbieter | Bewilligung nach Geldspielgesetz | Veranstalter bzw. angegebene Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja — Veranstalter- und Spielbewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja — Veranstalter- und Spielbewilligung | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Cloudbet | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
| bet-at-home | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
| BetFury | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
| Rabona | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
| Betwinner | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
| Funbet | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
| BillyBets | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
| BC.Game | keine | nicht feststellbar; ohne Geltung in der Schweiz |
Was in dieser Tabelle sofort auffällt, ist die Kürze der linken Spalte. Zwei Ja, achtmal keine. In der Schweiz gibt es keine Liste weiterer Buchmacher mit Bewilligung, weil es keine gibt; die Aufsicht veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer auf einem Portal zehn Anbieter mit Schweizer Lizenz sieht, sieht zehn Zeilen, die es so nicht gibt.
Die rechte Spalte gehört zu den ausländischen Marken und ist deshalb so dünn. Eine Bewilligung nach Geldspielgesetz gilt nur in der Schweiz, und eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung. Die Bewilligungsangabe dieser Anbieter lässt sich nicht in eine Schweizer Kategorie übersetzen. Was daraus folgt, steht im Abschnitt «Die Rechtslage in der Schweiz», und es ist keine Nebensache: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz bei Streit um eine Wette.
Der Kombiwetten-Kern: Gesamtquote, Wettarten und der Rechenweg
Zwei Bundesliga-Kombiwetten, Premier-League-Kombiwetten, ein Super-Bowl-Wettschein — die Sportart ändert am Mechanismus nichts. Was sich ändert, ist die Zahl der Märkte, die zur Verfügung stehen, und damit die Frage, wie viele unabhängige Voraussagen sich überhaupt sauber begründen lassen.
Einzelwette, Kombination, Systemwette
Eine Einzelwette setzt auf eine Voraussage. Eine Kombination setzt auf mehrere, deren Quoten sich zur Gesamtquote multiplizieren. Eine Systemwette kombiniert mehrere Voraussagen in mehreren Teilmengen, sodass ein Teil der Wetten auch dann gewinnt, wenn nicht alle Voraussagen eintreffen. Die drei unterscheiden sich nicht in der Sportart, sondern in der Verteilung des Risikos.
Der Preis dafür steht in den Quoten. Eine Kombination zahlt mehr als die Summe ihrer Teile, weil sie die Chance multipliziert verkleinert. Eine Systemwette zahlt weniger als eine Kombination mit denselben Voraussagen, weil sie einen Teil des Einsatzes auf weniger riskante Teilmengen verteilt. Und die Einzelwette ist der einzige der drei Wege, bei dem eine einzige richtige Entscheidung genügt, um etwas zu gewinnen.
Sporttip erlaubt für eine Systemwette einen Einsatz bis CHF 10’000 — das Zehnfache des Höchsteinsatzes einer Einzel- oder Kombinationswette von CHF 1’000. Diese Zahl ist kein Zufall: Sie spiegelt, dass eine Systemwette in ihrer Struktur weniger explosiv ist und der Veranstalterin darum ein grösseres Volumen erlaubt.
Wie die Gesamtquote entsteht
Es lässt sich nicht oft genug sagen. Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten, und der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Bei Swisslos wird dieser Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer eine Kombination plant, kann die Rechnung also vorher machen: Die Kombination dieser vier Quoten ergibt 9’792, und aus CHF 10 werden CHF 97.92. Kein Portal und kein Boost ändert an dieser Multiplikation etwas.
Das ist die wichtigste Einsicht beim Kombiwetten-Rechner: Er rechnet nichts aus, was nicht schon in den einzelnen Quoten steht. Er macht nur sichtbar, was die Multiplikation ohnehin hervorbringt — und wie schnell aus vier mittelgrossen Quoten eine grosse Zahl wird. Genau diese Beschleunigung ist es, die den Kombiwetten-Bonus attraktiv aussehen lässt und die Kombination selbst riskant macht.
Die Rechtslage in der Schweiz
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern — nicht von der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.

Wer wo wetten darf — das Vertragsgebiet
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschrainaison und 221 Mitarbeitende.
Für ein Online-Konto bedeutet das eine Wohnsitzfrage. Wer im Swisslos-Gebiet wohnt, kann bei Swisslos ein Konto eröffnen; wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, bei der Loterie Romande. Umgekehrt geht es nicht. Und weil in der Praxis der Wohnsitz über den Zugang entscheidet, ist die Bonussuche in der Schweiz zuerst eine Frage der Adresse und erst danach eine Frage des Prozentsatzes.
Was überhaupt bewettet werden darf
Erlaubt sind nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie gelistet sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einstieg in einen internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Livewetten sind erlaubt, prematch und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das Geldspielgesetz enthält keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Ob Cash-Out angeboten wird, ist dagegen keine Rechtsfrage, sondern eine Funktion des jeweiligen Anbieters — bei Sporttip als vollständiges Cash-Out ohne Teilbetrag und ohne Garantie für jeden Markt.
Registration, Limiten und Spielsperre
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das ist der Mechanismus, den jeder versteht, der einmal versucht hat, eine Limite nach oben zu korrigieren: nach unten geht es in Sekunden, nach oben dauert es drei Tage.
Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Der Mechanismus ist absichtlich nicht komfortabel. Er soll in dem Moment greifen, in dem jemand ihn nicht mehr rückgängig machen kann.
Die Rechnung mit der Steuer
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.
Für einen typischen Wettenden heisst das: kein Steuerabzug, keine Verrechnungssteuer, keine Betting-Steuer auf den Einsatz. Und für den seltenen Fall, dass jemand tatsächlich über die Schwelle kommt, ist der richtige Weg der zum Steuerberater oder zur kantonalen Steuerverwaltung. Schweizer Steuerregeln sind nicht kompliziert, aber sie sind kantonal.
Ausländische Anbieter: was in der Schweiz fehlt
Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fehlt nicht nur eine Zeile in einem Formular. Es fehlt der Anschluss an das Sperrregister, es fehlt der Schweizer Rechtsschutz, und es fehlt die Aufsicht. Die Aufsicht veröffentlicht eine Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden durch neue ersetzt. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Wirkung.
Und noch etwas fehlt: die Steuerfreistellung, die das Schweizer Recht kennt. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterstehen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer bei einer ausländischen Marke gewinnt, gewinnt also unter einem anderen Steuerregime.
Am Ende bleibt es eine Wahl zwischen zwei Dingen und nicht zwischen gut und böse. Die bewilligte Wette bringt vollen Schweizer Schutz und volle Schweizer Kontrolle über Sportarten und Wettarten, dazu zwei Veranstalter, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Die Wette im Ausland bringt mehr Angebot und keine Sperrregisterprüfung. Keine der beiden ist die sichere Wahl von sich aus.
Verantwortung beim Kombiwetten: warum jeder Tipp die Chance senkt
Cluster 3 ist der unbequeme Teil des Themas, weil hier die Rechnung und der Wunsch auseinandergehen. Der Kombiboost belohnt die Zahl der Voraussagen mit Prozenten. Die Mathematik bestraft sie mit Wahrscheinlichkeit. Beides ist wahr, und beide Kräfte wirken auf denselben Wettschein.
Bei jeder zusätzlichen Voraussage sinkt die Chance der Kombination. Bei vier Voraussagen mit je 70 % Auftrittschance sind es 24 %, bei sieben noch 8 %. Der Bonus springt bei sieben Voraussagen von 5 % auf 20 % und damit auf das Vierfache. Die Chance fällt im selben Schritt auf ein Drittel. Wer die Staffelung als Anreiz liest, mehr Tipps zu spielen, hat rechnen nicht mitgedacht.
Feste Einsatzgrenzen und selbst gesetzte Limiten sind genau dafür da. Die Verlustlimiten von Swisslos lassen sich senken und nicht schnell erhöhen; das ist keine Willkür, sondern der einzige Weg, in dem eine Limite noch funktioniert, wenn man sie braucht. Wer eine Limite erst dann senkt, wenn die Woche schlecht läuft, hat sie zu spät gesenkt.
Ein Hinweis, den man in der Schweiz nicht oft genug sagen kann: Bei den Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz am Verkaufsschalter ist nicht streng, und wer sich darauf verlässt, verlässt sich auf eine Kontrolle, die statistisch oft nicht greift. Bei der Online-Registrierung ist die Hürde höher: Ausweis, Adressprüfung, ein Konto pro Person. Das ist kein bürokratischer Selbstzweck, sondern der Mechanismus, der die Zielgruppe des Angebots überhaupt definiert.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Auch das gehört zur Verantwortung: Fristen laufen gegen den Gewinner, nicht für ihn.
Die bewerteten Anbieter: zwei Schweizer Veranstalter und acht Marken ohne Bewilligung hierzulande
Die Reihenfolge folgt der Sache. Zuerst die beiden Veranstalter, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen. Danach die ausländischen Marken, die Schweizer Spielende antreffen und die nach denselben Kriterien eingeordnet werden — jede ausdrücklich ohne Schweizer Bewilligung. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist strafbar; deshalb werden diese Marken beschrieben und bewertet und nicht beworben.
Swisslos Sporttip: der Kombiboost als Hausregel
Sporttip ist eines der beiden Produkte, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Tätigkeit auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Swisslos-Vertragsgebiet wohnen.
Das Zugeständnis an den Suchbegriff dieser Seite ist der Kombiboost. Er ist an keine Anmeldung gebunden, sondern an die Wette selbst: mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50, dann 5 % auf den Nettogewinn — und bis zu 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Dazu kommen Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten und Profitboosts auf definierte Sportereignisse, beide einmal pro Wettenden nutzbar und bei Cash-Out verfallend.
Zahlungsseitig bietet Swisslos PostFinance Pay zum Aufladen des Spielkontos an, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Was den Anbieter für Kombiwetten-Spielende attraktiv macht, ist weniger der Prozentsatz als die Breite des Werkzeugkastens: Kombinationen sind online in Prematch, live und als Systemwette spielbar, Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, und die Systemwette erlaubt einen Einsatz bis CHF 10’000. Wer Kombinationen als Baukasten versteht und nicht als Lotterielos, findet hier die wenigsten Reibungen. Diese Bewertung hat einen Preis, und der steht in der Staffelung selbst.
Loterie Romande Jouez Sport: der Weg für die Westschweiz
Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Sie tritt nach derselben Art von Veranstalter- und Spielbewilligung auf wie Swisslos und untersteht derselben Aufsicht. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz in ihrem Gebiet offen.
Ihr Werbemodell ist saisonal und lokal. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben; insgesamt wurden 7’000 Stück vergeben, 30 Tage gültig und nicht auszahlbar.
Damit unterscheidet sich das Angebot grundlegend vom Kombiboost. Es ist kein Zuschlag auf eine Gewinnstufe, sondern Gratisspielguthaben mit Verfallsdatum, und es hängt an einem physischen Ort — dem Stadion. Für Kombiwetten-Spielende heisst das: Wer in der Westschweiz wohnt und regelmässig ins Stadion geht, bekommt hier einen Zuschuss zum Spielguthaben. Für die Rechnung des Kombiboosts bringt es nichts, weil Gratisspielguthaben nicht auszahlbar ist und der Zuschlag damit nur weitere Einsätze finanziert. Zwei Häuser, zwei Philosophien: das eine vergütet die Kombination, das andere den Besuch.
Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung
Cloudbet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligungsangabe liess sich nicht feststellen, und selbst wenn sie bestünde, hätte sie in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und seine Domains können auf die Sperrliste der Aufsicht gesetzt und per DNS blockiert werden.
Der Vergleich mit den beiden Schweizer Häusern fällt deutlich aus. Was hier fehlt, ist nicht ein Detail, sondern die gesamte Infrastruktur, die in der Schweiz ein Grossspiel kennzeichnet: Aufsicht, bewilligtes Angebot, Limiten- und Sperrsystem, Steuerfreistellung bis zum Freibetrag. Schweizer Spielende treffen solche Marken gleichwohl an — nicht, weil sie hier zugelassen wären, sondern weil das Netz keine Landesgrenze kennt.
Wer sich dennoch dafür entscheidet, entscheidet sich gegen den Schweizer Schutzweg. Das ist keine Empfehlung, sondern die Beschreibung einer Wahl: mehr Märkte, anderes Steuerregime, kein Schweizer Rechtsweg bei einem Streit um eine Wette.
bet-at-home: ohne Schweizer Bewilligung
bet-at-home gehört zu den Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist nicht feststellbar und hätte in der Schweiz ohnehin keine Geltung. Eine Anbindung an das schweizerische Sperrsystem besteht nicht, ebenso wenig ein Schweizer Rechtsschutz, und auch hier gilt die Möglichkeit einer Aufnahme in die Sperrliste der Aufsicht.
Für Kombiwetten-Spielende in der Schweiz ist der Vergleichspunkt die fehlende Kontrolle über das Angebot. In der Schweiz ist die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten geschlossen. Bei einer Marke ausserhalb dieser Aufsicht gibt es keine solche Grenze — was mehr Auswahl bedeutet und gleichzeitig bedeutet, dass niemand die Einhaltung einer Grenze prüft.
Der Wert einer solchen Marke liegt damit in ihrer Reichweite, nicht in ihrem Schutz. Das ist die nüchterne Zusammenfassung, und für Schweizer Spielende bleibt es eine Abwägung gegen ein System, das vollständigen Schutz mit einem viel kleineren Angebot verbindet.
BetFury: ohne Schweizer Bewilligung
BetFury ist eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung liess sich nicht feststellen, ihre Wirkung in der Schweiz wäre gleich null. Nicht angeschlossen an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.
Interessant ist die Einordnung. Solche Marken treten oft mit Krypto- und Wallet-Funktionen auf, während das Schweizer System die Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers vorschreibt. Genau an dieser Stelle treffen zwei Welten aufeinander: hier die anonyme Zahlung ohne Schweizer Kontrolle, dort die Identitätsprüfung als Bedingung. Anonyme Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht.
Wer eine Marke ohne Bewilligung wählt, wählt in der Regel auch diesen Unterschied. Ob das für einen konkreten Spielenden ein Vorteil ist, hängt davon ab, ob er die Prüfung als Beschwer oder als Schutz liest. Für die Kombiwetten-Rechnung selbst ändert es nichts: Die Gesamtquote multipliziert sich überall gleich.
Rabona: ohne Schweizer Bewilligung
Rabona tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Eine Bewilligung ist nicht feststellbar, eine Wirkung in der Schweiz nicht gegeben, und die Marke ist nicht an das Sperrregister angeschlossen. Ein Schweizer Rechtsschutz besteht nicht; die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Der relevante Vergleichspunkt ist das Sportprogramm. In der Schweiz ist die Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten geschlossen: keine Eckball- und Kartenmärkte, kein Esport-Bereich, keine Wetten auf Trainingsläufe, und Qualifikationsrunden, Frauenwettkämpfe und Ranglistenwetten nur, wenn sie gelistet sind. Ausserhalb dieser Aufsicht fehlt diese Begrenzung — was für Kombinationsspielende bedeutet, dass ein grösserer Marktvorrat zur Verfügung steht und gleichzeitig keine Instanz existiert, die eine Regel verbürgt.
Mehr Auswahl ist ein echtes Argument. Es ist aber ein Argument über den Inhalt des Angebots und keines über das Risiko eines Streits. Beide Seiten stehen in derselben Bilanz, und ausserhalb der Schweiz wird die Bilanz nicht ausgeglichen.
Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung
Betwinner gehört zu den Marken ohne Schweizer Bewilligung. Bewilligungslage nicht feststellbar, keine Geltung in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und die Möglichkeit der Blockierung per Sperrliste.
Bei Marken dieser Art ist die Frage nach den Kombiwettenbedingungen eine Frage, die man in den eigenen Bedingungen des Anbieters nachlesen muss. Es gibt keine Schweizer Instanz, die über Mindestquote, Mindestzahl an Voraussagen oder Bonusstaffelung eines solchen Angebots entscheidet, und keine, die eine Verletzung dieser Bedingungen überprüft.
Für einen Kombiwetten-Planer ist der praktische Rat: Wer sein Wettsystem auf eine Belohnung stützt, die in den Bedingungen eines nicht bewilligten Anbieters steht, verlässt sich auf eine Zusage, die er selbst durchsetzen müsste. Das ist der Unterschied, den die Bewilligung macht. Sie ist bürokratisch, und sie ist am Ende die Stelle, die eine Zusage verbindlich macht.
Funbet: ohne Schweizer Bewilligung
Funbet ist ohne Schweizer Bewilligung im Schweizer Markt sichtbar. Eine Bewilligung liess sich nicht feststellen; sie hätte in der Schweiz keine Kraft. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Der interessante Punkt ist hier die Werbeseite. In der Schweiz sind an die Bewilligung auch die Regeln zur Werbung gebunden: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und darf sich nicht an Minderjährige oder an gesperrte Personen richten. Freispiele oder Gratisspielguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Ausserhalb dieser Bewilligung entfällt der Rahmen, und die Werbung unterliegt nicht dieser Aufsicht.
Für Spielende heisst das: Werbung ist kein neutraler Hinweis auf ein Angebot, sondern selbst reguliert. Wo die Regulierung wegfällt, fällt auch die Erwartung weg, dass ein beworbener Vorteil geprüft worden ist.
BillyBets: ohne Schweizer Bewilligung
BillyBets ist ohne Schweizer Bewilligung präsent. Bewilligungslage nicht feststellbar, keine Geltung in der Schweiz, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz und die bekannte Möglichkeit der DNS-Blockierung.
Für Kombiwetten-Spielende ist die naheliegende Frage die nach der Auszahlung. In der Schweiz steht fest, dass Guthaben nur auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausgezahlt wird; anonyme Auszahlungen sind im bewilligten Sportwetten nicht vorgesehen. Wo diese Vorschrift fehlt, hängt die Auszahlungspraxis an den Bedingungen des Anbieters.
Wer eine solche Marke nutzt, sollte deshalb vor dem ersten Einsatz lesen, wie und wohin ausbezahlt wird. Das ist keine Kleinigkeit: Bei einer Kombination mit hoher Gesamtquote steht genau auf dieser Frage am Ende viel Geld.
BC.Game: ohne Schweizer Bewilligung
BC.Game tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine Bewilligung ist nicht feststellbar und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per Sperrliste blockiert werden.
Bemerkenswert ist die Einordnung im Kontext dieser Seite. Die Schweiz hat das Sportwettenangebot bewusst verengt: nur Sportereignisse, eine geschlossene Liste von Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten, keine Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen, dazu eine Bewilligung pro Spiel. Diese Verengung ist eine politische Entscheidung über die Art des Angebots, nicht über die Qualität eines Anbieters.
Ausserhalb dieser Entscheidung liegt ein anderes Produkt. Wer es wählt, wählt eine andere Kategorie von Angebot — und verliert die Mechanismen, die im Schweizer System an die Bewilligung geknüpft sind, von den Limiten über das Sperrregister bis zur Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen.
Was ein Kombiboost unter dem Strich wert ist
Der Kombiboost von Sporttip ist ein Prozentzuschlag auf einen Gewinn, der bereits eingetreten sein muss. Er ist damit strukturell anders als ein Neukundenbonus, der vor dem ersten Einsatz gewährt wird, und anders als Gratisspielguthaben, das nicht auszahlbar ist. Ein Prozentzuschlag auf einen Gewinn ist sauber, ehrlich und klein.
Um das greifbar zu machen, rechnen wir es an dem bereits genannten Beispiel aus: Mit den vier genannten Quoten, Einsatz CHF 10, Gesamtquote 9’792. Die Auszahlung beträgt CHF 97.92 und der Nettogewinn CHF 87.92. Mit vier Voraussagen greift die unterste Stufe: 5 % auf den Nettogewinn, das sind CHF 4.40, und insgesamt rund CHF 102.32 zurück. Bei einer Gesamtquote von 5.0625 — vier Voraussagen an der Mindestquote von 1.50 — sind es aus CHF 10 Einsatz CHF 50.63 Auszahlung und damit CHF 2.03 Zuschlag.
Zwischen diesen beiden Enden liegt die Bandbreite, in der sich das Angebot für einen konkreten Wettschein tatsächlich bewegt: je nach Gesamtquote und Zahl der Voraussagen zwischen rund CHF 2 und rund CHF 5 an Zuschlag auf einen Einsatz von CHF 10 in der Stufe mit vier Voraussagen. Das ist die Zahl, die man gegen den Eindruck halten sollte, den das Wort Bonus erzeugt. In der höchsten Stufe wächst der Zuschlag deutlich, weil 100 % auf einen grossen Nettogewinn eine grosse Zahl ergibt. Er wächst aber nur unter der Bedingung, dass fünfzehn Voraussagen alle eintreffen — und diese Bedingung ist der eigentliche Preis des Angebots. Wer den Bonus als Ertrag liest, zahlt ihn mit der Chance.
Die Bedingungen, die den Wert tatsächlich trägt, sind die unspektakulären: mindestens vier Voraussagen, je mindestens Quote 1.50, online, keine abhängigen Märkte ohne Bet-Builder, kein verfallener Boost nach einem Cash-Out. Wer diese fünf Dinge im Griff hat, nutzt den Boost besser als jemand, der nur die maximale Prozentzahl kennt.
Häufige Fragen zu Kombiwetten und Kombi-Bonus
Was ist eine Kombiwette, und wie funktioniert sie?
Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einem Wettschein. Die Quoten der einzelnen Tipps multiplizieren sich zur Gesamtquote, und der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Der Vorteil liegt in der grösseren Auszahlung, der Preis in der kleineren Chance: Die Kombination gewinnt nur, wenn jede einzelne Voraussage eintrifft.
Muss bei einer Kombiwette alles richtig sein?
Ja. Eine Kombination gewinnt nur bei vollständiger Übereinstimmung aller Voraussagen. Eine einzige falsche Voraussage nimmt den ganzen Wettschein. Ausnahmen bestehen nur in Sonderfällen: Bei einer abgesagten und nicht innert 48 Stunden nachgeholten Partie wird die betroffene Voraussage in einer Kombination mit Quote 1.00 gewertet, die Kombination läuft also mit reduzierter Gesamtquote weiter.
Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip?
Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50. Der Bonus liegt auf dem Nettogewinn und staffelt sich: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Wie berechnet sich die Gesamtquote aus den Einzelquoten?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Mit den oben gewählten vier Quoten ergibt sich eine Quote von 9’792, bei CHF 10 Einsatz also CHF 97.92 Auszahlung. Bei Swisslos wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Was geschieht bei einer abgesagten Partie?
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Die Kombination bleibt bestehen, aber ihre Gesamtquote und damit ihre Auszahlung sinken.
Warum gibt es keine Kombiwette mit Gewinngarantie?
Weil die Wahrscheinlichkeiten sich multiplizieren und jede Voraussage ein eigenes Risiko einbringt. Bei vier Voraussagen mit je 70 % Auftrittschance liegt die Chance der Kombination bei 24 %, bei sieben bei 8 %. Ein Bonus auf den Nettogewinn greift erst nach einem gewonnenen Wettschein und kann an dieser Rechnung nichts ändern.
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