Badminton wetten in der Schweiz: Zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026 — Bewilligungsangaben abgeglichen mit der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und den veröffentlichten Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter.

Ein Federball liegt auf dem Boden einer leeren Sporthalle, das Netz verschwimmt im Hintergrund, Licht fällt durch hohe Fenster.
Beim Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt; ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens 2 Punkten Vorsprung hat.

Wer in der Schweiz auf Badminton setzen will, hat keine zehn Optionen zur Auswahl. Es gibt zwei. Alles andere, was eine Suchmaschine unter diesem Begriff ausspuckt, ist ausländisch, unbewilligt und ohne jeden Schweizer Rechtsschutz – und das ist keine Randnotiz, sondern die Tatsache, die jede weitere Entscheidung bestimmt. Ein Federball wiegt knapp fünf Gramm. Der Papierkram dahinter wiegt deutlich mehr.

Der eigentliche Reiz dieser Sportart für Wettende liegt in ihrer Zählweise. Zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte, Verlängerung bei 20:20 bis maximal 30 – daraus entstehen Satz- und Handicap-Märkte, die enger am Spielverlauf kleben als ein 1X2 auf ein Fussballspiel es je könnte. Ein einziger Aufschlagwechsel kippt dort die Quote. Wer das liest, ohne die Mechanik zu kennen, setzt blind.

Und genau hier liegt die Falle, die dieser Text ausleuchtet. Badminton ist eine Randsportart. Randsportarten fühlen sich harmlos an, und ein Einsatz von zwei Franken fühlt sich noch harmloser an. Nur: Die Regeln, die für einen Fünffranken-Einsatz auf ein Badminton-Doppel gelten, sind exakt dieselben wie die für einen Tausender auf ein Fussballspiel. Die Limiten kennen die Sportart nicht. Sie kennen nur das Konto.

Verlustlimiten, Sperrregister und Pausen: was zuerst kommt und nicht verhandelbar ist

Die Reihenfolge überrascht viele. Bevor überhaupt ein Wettschein ausgefüllt wird, muss die Limite stehen. Nicht danach, wenn der erste Verlust weh tut, nicht in einer ruhigen Minute am Sonntagabend – sondern davor.

Ein Paar Hallenschuhe steht ordentlich neben einer Sporttasche auf einer Bank in einer leeren Garderobe, ein Fenster lässt Morgenlicht herein.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Warum die Limiten vor der ersten Wette gesetzt werden müssen

Bei Swisslos müssen Spielende vor ihrer ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage einrichten. Das ist kein Vorschlag, den ein Häkchen abräumt – ohne diese Werte geht es nicht weiter.

Wer die Verlustlimite im Kopf als «Ausgabengrenze» abspeichert, hat sie schon falsch verstanden. Sie begrenzt, was verloren gehen darf, nicht was eingezahlt wird. Zwischen beiden Grössen liegt der ganze Unterschied zwischen einem Konto, das sich erholt, und einem, das es nicht tut.

Die zweite Hälfte der Regel ist die schärfere. Eine Senkung der Limite gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Diese Asymmetrie ist Absicht. In einer Phase, in der jemand eine Limite erhöhen will, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Wunsch nicht aus ruhiger Überlegung kommt. Drei Tage Bedenkzeit sind in solchen Momenten keine Schikane, sondern der eigentliche Mechanismus.

Wer also heute merkt, dass CHF 300 im Monat zu viel sind, kann das heute ändern. Wer heute merkt, dass sie zu niedrig sind, ändert daran nichts. Das ist die Richtung, in die dieser Schalter gebaut ist. Man kann ihn schneller zu- als aufmachen.

Das ist die Schweizer Konstruktion: Der Staat setzt keinen festen Einzahlungsdeckel. Er zwingt den Veranstalter, vom Spielenden selbst einen Höchstwert zu verlangen – für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste. Der Wert kommt aus dem eigenen Konto, nicht aus Bern.

Die Spielsperre und das Register, das über Kantonsgrenzen hinausreicht

Neben den Limiten steht die Sperre, und hier wird es interessant für alle, die glauben, Badminton sei zu klein, um aufzufallen. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Eine Aufhebung vor Fristablauf gibt es nicht. Wer sich für 90 Tage sperrt, ist 90 Tage draussen. Punkt.

Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in ein schweizweites Register eingetragen. Sie gilt damit auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der Teil, den man kennen sollte, bevor man ihn auslöst: Es ist keine Pause bei einem Anbieter. Es ist ein Eintrag, der einen durch die ganze regulierte Schweizer Landschaft begleitet.

Wer ausschliesslich bei einem ausländischen Anbieter spielt, steht daneben. Diese Seiten sind nicht an das Sperrregister angebunden. Das ist einer der Gründe, weshalb dieses Register in der Diskussion um unbewilligte Anbieter immer wieder auftaucht.

Zwei weitere Grössen gehören in dasselbe Bild. Exklusion und Selbstsperre erfassen überschuldete oder suchtgefährdete Personen. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Und ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss ohnehin angeboten werden.

Was das für jemanden bedeutet, der CHF 20 im Monat auf Badminton setzt

Hier wird die Sache konkret. Jemand setzt im Monat vielleicht CHF 20 auf Badminton-Turniere, verteilt auf ein halbes Dutzend Kombiwetten von je zwei bis fünf Franken. Zwei Wochen später zieht er nach Deutschland und will den Gewinn abheben.

Es wird nicht funktionieren. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto ausgezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Eine Auszahlung an ein Konto eines Dritten oder an eine anonyme Wallet gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Wer das Konto wechselt, wechselt die Möglichkeit, den Gewinn zu erhalten. Formal sauber, und in der Praxis ein Ärgernis ohnehin – nur kein umgehbares. Die meisten bemerken diese Regel erst dann, wenn sie zum ersten Mal wichtig wäre.

Dazu kommen Punkte, die man einmal kennen und dann nicht mehr erklären muss. Angebote, bei denen etwas versprochen und dann zurückgehalten wird, sind nach Art. 74 BGS verboten. Angaben zu den Limiten sind die des Veranstalters, nicht des Gesetzes. Und die Adresse, an die man sich wendet, wenn ein Konto zu kippen droht, ist nicht der Support eines Wettscheins, sondern eine Fachstelle.

Wer einen Satz über einen Gratis-Federball liest, liest Marketing. Wer einen Satz über eine Verlustlimite liest, liest den Teil, der später zählt.

Zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Bewilligung, acht ohne

Verglichen wird nach prüfbaren Kriterien, nicht nach beworbenen Aktionen. Die Reihenfolge: die beiden Schweizer Veranstalter zuerst, dann die ausländischen Marken, die Schweizer Spielende in der Praxis antreffen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Rollbit Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BDMBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BetFury Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Unibet Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Rabona Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BetOnRed Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Betovo Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
HornetBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt

Die Tabelle hat eine Spalte, die man nicht überfliegen kann. Acht Nennungen eines fehlenden Schweizer Papiers und zwei, die es besitzen – mehr braucht es nicht, um zu sehen, dass «zehn Anbieter» hier keine Auswahl beschreibt, sondern eine Warteschlange aus zwei Gruppen. Die eine Gruppe deckt die Nachfrage teilweise ab, nämlich nur, wenn man im richtigen Kanton wohnt und sich ausweisen kann. Die andere deckt sie rund um die Uhr ab und hat dafür in der Schweiz nichts vorzuweisen, was rechtlich trägt.

Der zweite Blick gilt der Spalte, die nach Papier aussieht und keines ist. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz – und eine ausländische hat umgekehrt in der Schweiz keine Wirkung. Die letzten acht Zeilen sind also nicht «schlechter geprüft», sondern in der Schweiz rechtlich inexistent. Was sie über sich melden, mag irgendwo auf der Welt gelten. Hier gilt es nicht.

Praktisch heisst das: Die Limiten und das Sperrregister aus dem vorigen Abschnitt existieren für einen Schweizer Spielenden nur bei zwei Marken. Bei den anderen acht übernimmt ein Haus seine eigenen Regeln, und niemand in der Schweiz kontrolliert, ob es sie einhält. Das ist kein moralischer Vorwurf, sondern eine Frage der Zuständigkeit. Es gibt keine Stelle, die zuständig wäre.

Auf der anderen Seite steht der Preis der Reguliertheit, und er ist real. Zwei Veranstalter, jeweils mit einem eigenen Gebiet. Eine geschlossene Liste an Sportarten, Wettbewerben und Wettarten. Eine Wohnsitzbedingung. Eine Ausweiskontrolle. Wer in Genf lebt, kann aus dem deutschen Sprachraum kein Konto eröffnen, und umgekehrt. Wer in der Westschweiz wohnt und badmintonbegeistert ist, hat genau einen Ansprechpartner. Diese Enge nervt.

Es hilft, die Grössenordnung zu kennen. Swisslos steht hinter Sporttip, die Loterie Romande hinter Jouez Sport, und in der Westschweiz stehen 2’350 Verkaufsstellen zur Verfügung, aus denen heraus Sportwetten der Loterie Romande erreichbar sind. Wer lieber am Schalter als im Browser setzt, findet diesen Weg. Das ist keine Kleinigkeit für alle, die Online-Registrierung samt Ausweis-Upload meiden wollen.

Der Vergleich endet damit nicht mit einem Testsieger. Er endet mit dem Kriterium, das für die meisten Schweizer Spielenden tatsächlich entscheidet: Wohnsitz. Wer in einem Kanton des Swisslos-Vertragsgebiets wohnt, hat es bei Sporttip. Wer in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnt, bei Jouez Sport. Nicht Geschmack, nicht Quote, nicht Bonus. Der Pass.

Vom Aufschlag bis zur Quote: wie Würfe zu Preisen werden

Zwei Gewinnsätze, Verlängerung und was das mit Märkten macht

Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte. Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens 2 Punkten Vorsprung hat. Bei 20:20 wird verlängert, bis ein Vorsprung von 2 Punkten besteht oder 30 Punkte erreicht sind – ein 30:29 ist also möglich. Das Ende eines Satzes ist damit nicht an eine runde Zahl gebunden, sondern an einen Abstand.

Diese Verlängerung ist der Grund, weshalb Badminton-Märkte arbeiten, wie sie arbeiten. Ein Satz, der bei 29:29 steht, kann kippen oder nicht kippen, und jede der beiden Möglichkeiten hat einen Preis. Ein Buchmacher, der einen Satzsieg bepreist, bepreist nicht nur die 21 Punkte, sondern auch den Fall, dass es bis 30 geht. Das ist die ganze Zusatzinformation, und sie ist bezahlt.

Wer die Zählweise falsch im Kopf hat, trifft die falsche Wette. Denken Sie an folgendes: Der Satzmodus bestimmt, ob ein Favorit eine Satzbildung brechen oder eine Führung retten muss — und genau das ist bei Satzwetten auf Badminton die einzige Frage, die dem Betrachter Information bringt.

Die Zahlen aus dem Spielbetrieb selbst setzen den Rahmen. Das Badmintonfeld ist 13,40 m lang und 6,10 m breit, im Einzel 5,18 m breit. Fünf Disziplinen werden gespielt: Dameneinzel, Herreneinzel, Damendoppel, Herrendoppel und Mixed – jede mit ihrer eigenen Dynamik. Der Doppel-Aufschlag etwa misst sich an anderen Linien als der Einzel-Aufschlag, weshalb Einzel und Doppel eigenständige Preise tragen.

Die Rallypoint-Zählweise ist seit dem 6. Mai 2006 weltweit gültig. Davor konnte nur die aufschlagende Partei punkten. Für Wettende ist das eine historische Fussnote — aber eine nützliche, wenn sie ältere Aufzeichnungen oder alte Quotenreihen einordnen.

Und für die mittelfristige Planung: Ab 2027 sollen auf der BWF World Tour Badminton-Sätze bis 15 Punkte gespielt werden, mit Verlängerung bis 21. Die Generalversammlung des Weltverbands beschloss dies 2025 mit 82 Prozent Zustimmung. Wer heute eine Wette über den Turnierkalender hinaus abschliesst, sollte vorher nehmen, was er weiss. Der Modus ist in Bewegung, und der Modus ist der Preis.

Die Disziplinen- und Turnierlage ist dabei reicher, als man an der Hallentür ahnt. Der Badminton-Weltverband BWF ging aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervor und trägt den heutigen Namen seit 2006. Der Thomas Cup (Herren-Nationalteams) wird seit 1949 ausgetragen, der Uber Cup (Damen-Nationalteams) seit 1957, der Sudirman Cup (gemischte Teams) seit 1989. Die All England Championships gibt es seit 1899, und zu den Turnieren der Kategorie BWF World Tour Super 1000 gehören All England, China Open, Malaysia Open und Indonesia Open.

Für die Praxis heisst das: Es gibt ein Kalenderraster mit jährlich wiederkehrenden Höhepunkten. Ein Veranstalter, der Badminton führt, kann sich darauf stützen. Einer, der es nicht führt, hat keinen Grund, es zu ändern – und keine Verpflichtung dazu.

Wo im Badminton Quoten herkommen – und wo die Marge sitzt

Eine Quote ist eine Zahl, die zwei Dinge gleichzeitig tut: Sie beschreibt, was eine Wette im Erfolgsfall einbringt, und sie beschreibt, was der Buchmacher für sich behält. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombinationen aus der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Nehmen Sie eine Einzelwette über CHF 20 auf eine Quote von 2,50. Kommt die Wette durch, sind das CHF 50 zurück – Einsatz plus CHF 30 Gewinn. So weit die einfache Hälfte.

Die zweite Hälfte ist die, die kein Veranstalter bewirbt: der Anteil jedes Marktes, der gar nicht ausgeschüttet wird. Diese Ausschüttungsquote berechnet man über alle Ausgänge eines Marktes. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe aus 1 geteilt durch jede Quote; die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen und Quoten von 1,90 auf beiden Seiten also 1 geteilt durch (1 geteilt durch 1,90 plus 1 geteilt durch 1,90). Das ergibt 0,95. 95 Prozent werden ausgeschüttet, 5 Prozent behält der Markt.

Diese Marge ist eine Orientierungsgrösse und keine feste. Sie verschiebt sich nicht nur mit der Sportart und dem Wettbewerb, sondern innerhalb einer Partie: Wo der Ausgang besonders offen steht, wird sie tendenziell grösser. Wer einen Markt mit langsam steigenden Quoten sieht, sieht steigende Sicherheit für den Anbieter.

Wie gut man wird, hängt also nicht nur an der Trefferquote, sondern an der Zahl, die man selbst zahlt. Eine Null in Reihe drei ist bitterer, wenn die Marge bei jedem Einsatz mitläuft. Badminton, so klein es ist, ist genau dieser Mechanismus. Kein Veranstalter dieser Liste führt einen Badminton-Markt um eine Wette zu retten.

Sporttip nutzt bei voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Veranstaltung die Bet-Builder-Funktion. Nimmt der Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne dieses Werkzeug an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer voneinander abhängige Voraussagen aus derselben Begegnung zusammenlegt, sollte sich also nicht darauf verlassen, dass es durchgeht. Eine ungültige Erklärung mit Einsatz zurück ist kein Weltuntergang, aber ein geplatzter Abend.

Die kleineren Hebel und was sie versprechen

Neben den Quoten gibt es Produkte, die einen Namen tragen, der mehr verspricht, als er hält. Der Kombiboost bei Sporttip etwa gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Rechnen Sie das einmal nach. Vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 zu finden, ist machbar. Zu wissen, dass der Bonus auf vier dann bei 5 Prozent liegt, macht die Sache nüchterner. Ein «Boost» auf eine Kombination, die noch durchkommen muss, ist kein Geld. Als Erwartungswert gelesen ist es eine Zusage, die nur ausgeführt wird, wenn eine Reihe von Bedingungen hält.

Dasselbe Muster bei den Quotenboosts. Sie gelten nur online (Prematch-Einzel), jeweils auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Diese Kombination aus «cash out» und «Boost» ist die eine, die man sich vorher durchdenkt. Wer den Boost mit Cash-Out verbindet, verliert die Erhöhung. Eine Quote, die schon auf dem Zettel stand, darf nicht mehr als selbstverständlich gelten. Aber niemand wird vor dieser Entscheidung gewarnt, der nicht die Bedingungen liest.

Und dann ist da das grösste Versprechen von allen: das Cash-Out. Bei Sporttip gibt es das für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist zudem tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden.

Lesen Sie diese Sätze noch einmal, wenn Sie glauben, «Cash-Out» bedeute «mein Gewinn, aber früher». Es bedeutet: ein Betrag, der tiefer liegt als der mögliche Gewinn, den der Markt berechnet, und der sich ändern kann. Was das Etikett verspricht und was auf dem Konto ankommt, sind zwei verschiedene Grössen. Wer in der Endphase eines Satzes aussteigt, zahlt dafür. Das ist der Preis der Sicherheit, und er wird von der Gegenseite festgelegt.

Bei Livewetten gilt eine Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – ein Fussball-Elfmeter, eine Rote Karte, ein Videoschiedsrichter-Entscheid – kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in der Sekunde setzt, in der die entscheidende Szene schon läuft, wettet gegen die Uhr. Die Uhr gewinnt.

Als Fussnote für alle, die später auf Einzelmärkte springen: Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Satzwetten im Badminton ist es eine andere Grössenordnung, und das ist Basiswissen.

Zum Einstieg gibt es noch eine harte Bank. Der Mindesteinsatz bei Sporttip beträgt CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine Systemwette mit zehn oder fünfzehn Positionen ist damit der einzige Aufbau, in dem ein vierstelliger Betrag überhaupt Platz hat.

Die Rechtslage: bewilligt, geduldet und verboten scharf getrennt

Wer hier überhaupt eine Bewilligung erteilen darf

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Zuständige Aufsicht ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, tätig auf Grundlage des Geldspielkonkordats, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht zuständig ist die ESBK, die ausschliesslich Casinos beaufsichtigt. Der Unterschied ist praktisch relevant, wenn man wissen will, an wen man sich bei einer Aufsichtsfrage wendet.

Zwei Badmintonschläger lehnen gekreuzt an einer Hallenwand aus Holz, daneben steht ein Korb mit Federbällen.
Der Badminton-Weltverband BWF (Badminton World Federation) ging aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervor und trägt den Namen seit 2006.

Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Das ist ein Satz, der die ganze Geographie dieses Themas erklärt.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten bei zwei gedeckelt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Der Reingewinn fliesst in gemeinnützige Zwecke der Kantone.

Swisslos wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt – zusammen das Vertragsgebiet von Swisslos. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto ist nach Art. 47 Abs. 3 VGS an einen Wohnsitz in der Schweiz gebunden, in der Praxis an dessen Gebiet.

Dieses Gebiet ist das Raster, an dem sich alles andere entscheidet. Wer in Zürich wohnt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen, und umgekehrt. Das ist keine Hürde, die man mit Ausdauer überwindet. Es ist ein Ausschluss.

Was gewettet werden darf – und was nicht

Nur Sportereignisse stehen offen. Wetten auf Wetter, auf Politik oder auf Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Das Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranking-Wetten nur, wenn das Ranking über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe stehen nie auf der Liste, und Ecken- oder Kartenmärkte und esports tauchen dort ebenfalls nicht auf. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ohnehin gesperrt.

Livewetten sind erlaubt. Nach der gesetzlichen Ordnung gibt es keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Die Entscheidung über die konkreten Angebote ist Sache jedes Veranstalters. Bei Badminton heisst das praktisch: nicht ob, sondern ob dort.

Insbesondere für Badminton und andere Randsportarten lautet die Regel deshalb: Ob auf eine Sportart gewettet werden darf, hängt davon ab, ob sie auf der Liste steht. Wenn nicht, gibt es sie bei den Schweizer Veranstaltern nicht, auch nicht auf Anfrage.

Wenn die Formulierung «nur wenn auf der Liste» auffällt, ist es genau das. Diese Liste ist keine Empfehlung, sondern die Grenze des Angebots. Wer ein Sportjahr lang vergeblich nach einer Sportart sucht, muss nicht auf einen Marketingfehler schliessen. Er muss auf die Liste schauen.

Ausländische Anbieter: was das Schweizer Recht zu ihrer Bewilligung sagt

Der Rahmen ist scharf. Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Sie ist kein Papier, das hier etwas trägt.

Wer in der Schweiz ohne Bewilligung Sportwetten veranstaltet, handelt strafbar. Bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft, das stellen die Bundesbehörden klar. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht keine Schutz- oder Fair-Play-Kontrolle. Ein Gewinn, der nicht bei einem selbst liegen darf, ist wirtschaftlich ein Nullsummenspiel.

Als Gegenmassnahme führt die Gespa eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, was in der Sprache der Aufsicht Domain-Hopping heisst.

Zur Orientierung: Das Domain-Hopping betrifft auch bekannte Namen. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend. Wer einen Anbieter sucht, der in dieser Umgebung unbeschädigt bleibt, sucht ein bewegliches Ziel.

Von der Liste zurück zur nutzbaren Ordnung: Ketten wie «deutsche Lizenz macht es sicher» sind ein Kurzschluss. Ein ausländischer Anbieter bietet keinen Schweizer Rechtsschutz und hängt nicht am Schweizer Sperrregister. Ein Schweizer Veranstalter stellt vollen Schutz bereit, dafür gibt es nur zwei, einen begrenzten Sportartenkatalog, eine Wohnsitzbedingung und eine Ausweiskontrolle. Keine der beiden Optionen ist die sichere.

Zur Sicherheit einmal die Zuständigkeiten sortiert. Die Gespa beaufsichtigt die bewilligten Schweizer Veranstalter nach BGS. Sie beaufsichtigt nicht ausländische Seiten mit Schweizer Sitz im Nichts. Das ist der Punkt, an dem sich die entscheidet, ob eine Reklamation Aussicht hat.

Steuern, Auszahlungen und Alter: die administrativen Hürden

Ab welchem Alter und für wen

Wer online bei Swisslos registrieren will, braucht mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für alle, die selbst spielen, ist das die relevanteste Zeile: Man steht auf dem Platz. Man wettet nicht auf sich.

Die Identitätsprüfung ist der Punkt, an dem die Auswahl faktisch entschieden wird. Ein Sportkonto ohne Ausweis-Upload gibt es im regulierten Schweizer Angebot nicht.

Steuerfrei? Das ist keine Ja-nein-Frage

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich – sind einkommenssteuerfrei, solange sie den Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn nicht übersteigen. Der Bundeswert liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Wert weicht davon ab, weshalb «je nach Kanton» die einzige vertretbare Formulierung bleibt.

Wird der Betrag überschritten, behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Das Geld ist nicht verloren: Es kommt zurück, wenn der Gewinn in der Steuererklärung deklariert wird. Es kommt nur nicht sofort.

Für typische Wettende ist die Schwelle irrelevant. Womit sich der Punkt in der Praxis fast auflöst: Für die meisten ist die Antwort «keine Steuer». Die Differenz zwischen «keine Steuer in der Praxis» und «keine Steuer im Gesetz» ist aber nicht null, und genau da kommt «je nach Kanton» ins Spiel.

Steht die Schweiz ohne Wettsteuer auf Einsätze da? Ja. Es gibt keine solche Abgabe. Ausländische Anbieter sind eine eigene Kategorie: Auf Gewinne von ihnen fällt keine Verrechnungssteuer an, obwohl die kantonale Steuerpraxis sie anders behandeln kann. Die Praxis des Kantons Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als vollständig steuerbares Einkommen. Das ist ein Kanton, nicht die Schweiz. Aber die Allgemeinheit solcher Verfahren ist ein Warnsignal.

Es geht hier nicht darum, den Schweizer Veranstalter zu empfehlen. Es geht darum, zwischen zwei Orten zu unterscheiden, an denen Geld verschwindet, und darauf hinzuweisen, dass das eine mit einer Quittung kommt und das andere nicht.

Was sonst noch zwischen Einsatz und Auszahlung steht

Man muss sich das als Kette vorstellen. Registrierung mit Ausweis. Wohnsitz im Gebiet. Ein einziges Konto. Verlustlimite. Dann der Wettschein. Und am Ende eine Zahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen.

Jeder dieser Schritte ist billig, solange nichts schiefläuft. Wer im Rahmen eines Sportangebots ohne diese Schritte unterwegs ist, hat den letzten Schritt zur Zahlung genauso wie den ersten ohne Beschwerdeweg. Die Auszahlung ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob man einen Ansprechpartner hat.

Zwei weitere Punkte gehören in dieselbe Liste. Eine Wette oberhalb der Limite wird nicht angenommen – eine Systemwette erlaubt dabei CHF 10’000, eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000. Und das Sporttip-Konto darf innerhalb der Regeln keine Kredite bereitstellen – das Schweizer Recht schliesst eine Kreditgewährung an Spielende aus.

Die zehn Anbieter einzeln

Jeder Anbieter wird auf seine eigenen Bedingungen hin beschrieben. Ausländische Marken sind als Referenz aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen; sie sind ohne Schweizer Bewilligung. Wer sie liest, sollte wissen, dass «ohne Schweizer Bewilligung» nicht «schlechter dokumentiert» bedeutet, sondern «in der Schweiz nicht zuständig».

Swisslos Sporttip: das Schweizer Standardangebot für die Deutschschweiz

Der Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Sportwettenangebot läuft unter dem Namen Sporttip. Bewilligt ist es als Grossspiel über eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Einsatzgrenzen sind eng und klar: CHF 1 Minimum für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 Maximum für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Beim Kontoschutz ist Sporttip die vollständige Adresse: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme, Oberlimite CHF 9’999 und unter 21 Jahren CHF 1’000, Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Der Zugang lässt sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen sperren, unbefristet im schweizweiten Register.

Wer in der Deutschschweiz wohnt und ohnehin am Schalter vorbeikommt, hat mit Sporttip den kürzesten Weg und die vollständige Schutzausstattung. Wer dagegen vielfältige Badminton-Märkte sucht, stösst auf die geschlossene Liste, die das Angebot definiert.

Die Sporttip-Funktionen verdienen eine eigene Zeile: Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, nur online und nur vollständig, ohne Teilauszahlung. Der Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Gewinn und kann sich ändern. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit mindestens 1.50 Quote. Quotenboost und Profitboost gelten pro Wettenden einmal, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Das Urteil: Sporttip ist die Marke mit dem schmalsten Angebot und dem dichtesten Regelwerk. Wer Sicherheit als oberstes Kriterium setzt, kommt an ihr in der Deutschschweiz nicht vorbei – bei fehlender Marktbreite ist das der bewusste Tausch, der kein Schnäppchen ist. Wer Kontrolle über das eigene Konto will, findet hier die schärfsten Werkzeuge überhaupt.

Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, andere Kantone

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Bewilligt ist auch Jouez Sport als Grossspiel über eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Gebiet der sechs Kantone möglich.

Wer in der Westschweiz wohnt, findet hier das Pendant zu Sporttip – dieselbe Bewilligungsart, dieselbe Aufsicht, ein anderes Gebiet. Ein Umzug von Genf nach Zürich beendet die Nutzung dieser Marke sofort. Ein Umzug von Zürich nach Lausanne tut dasselbe. Die Zugehörigkeit richtet sich nach dem Wohnort.

Ein Umzug ist keine Formalität. Zwischen einer Anmeldung und der nächsten Auszahlung kann ein Adresswechsel liegen, und der Veranstalter prüft die Angaben gegen Adressdatenbanken. Wer die Marke wechselt, muss damit rechnen, dass die Kontoeröffnung neu ansteht.

Auch hier gilt: Das Angebot richtet sich an Spielende, die Wert auf Schweizer Rechtsschutz legen und die Kantonsgrenze akzeptieren. Wer in der Westschweiz wohnt, hat keine Alternative in dieser Klasse.

Das Urteil: Jouez Sport ist die einzige vollständig Schweizer Option für die sechs Westschweizer Kantone, und die 2’350 Verkaufsstellen sind die Antwort auf alle, die den Online-Weg gar nicht gehen wollen. Der Haken ist die Kopplung an den Wohnsitz, die kein Konto über eine Kantonsgrenze hinweg erlaubt.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit hat keine Schweizer Bewilligung. Die gemeldete Erlaubnis ist in der Schweiz nicht anerkannt und hat hier keine Wirkung. Das Unternehmen ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Wer sich für Rollbit interessiert, sollte sich zuerst fragen, was er hier sucht. Wenn es um Schweizer Schutzmechanismen geht, ist die Antwort, dass sie hier nicht greifen.

Das Urteil: Rollbit steht ausserhalb des Schweizer Rahmens, und der Preis dafür ist die fehlende Anbindung an Sperrregister und Rechtsschutz – nicht mehr und nicht weniger.

BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung

BDMBet operiert ohne Schweizer Lizenz. Die vom Anbieter genannte Genehmigung hat in der Schweiz keine rechtliche Relevanz. Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domains können auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Für einen Spielenden in der Schweiz bedeutet das: Die Spielerschutz-Werkzeuge, die bei den bewilligten Veranstaltern gelten, sind hier nicht Teil des Angebots.

Das Urteil: BDMBet bleibt in der Schweiz rechtlich inexistent, und ein Streitfall über eine Wette kennt hier keinen Adressaten.

BetFury: ohne Schweizer Bewilligung

BetFury verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die angegebene Genehmigung ist hierzulande ohne rechtliche Grundlage. Es besteht kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und eine mögliche Aufnahme in die DNS-Sperrliste ist jederzeit möglich.

Wer hier nach Badminton sucht, findet allenfalls ein Angebot, aber keinen Schweizer Ansprechpartner dafür, was dieses Angebot verspricht.

Das Urteil: BetFury verzichtet auf die Schweizer Aufsicht, und der Wettende verzichtet damit auf die Werkzeuge, die im vorigen Abschnitt beschrieben sind. Das ist ein Tausch, kein Detail.

Unibet: ohne Schweizer Bewilligung

Unibet besitzt keine Schweizer Lizenz. Eine vom Anbieter ausgewiesene Bewilligung ist in der Schweiz ohne Rechtskraft. Es gibt keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz, und eine Domain-Sperrung kann erfolgen.

Ein bekannter Name bleibt ein Name. Die Vertrautheit mit einer Marke ersetzt keine Schweizer Bewilligung und keinen Schweizer Rechtsschutz.

Das Urteil: Unibet trägt in der Schweiz kein Papier, und Bekanntheit ist keine Zuständigkeit.

Rabona: ohne Schweizer Bewilligung

Rabona operiert ohne Schweizer Zulassung. Die behauptete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Das Unternehmen hängt nicht am Sperrregister, bietet keinen Schweizer Rechtsschutz, und seine Domains können blockiert werden.

Für Spielende in diesem Land bleibt der Spielerschutz damit eine freiwillige Angelegenheit der Gegenseite.

Das Urteil: Rabona bietet kein Schweizer Papier und damit auch keinen Schweizer Beschwerdeweg.

BetOnRed: ohne Schweizer Bewilligung

BetOnRed hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Die gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt und hat in der Schweiz keine Wirkung. Keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrliste mit DNS-Block möglich.

Wer eine Auszahlung anficht, tut das gegenüber einer Gesellschaft, die in der Schweiz nicht greifbar ist.

Das Urteil: BetOnRed hat in der Schweiz keine Aufsicht hinter sich – und damit fehlt die Instanz, bei der man sich beschweren könnte.

Betovo: ohne Schweizer Bewilligung

Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Die gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt und in der Schweiz unwirksam. Kein Sperrregister-Anschluss, kein Schweizer Rechtsschutz, mögliche DNS-Sperrung.

Das ist keine Frage des Angebotsumfangs, sondern der Zuständigkeit: Was hier schiefgeht, geht nach Schweizer Massstab zulasten des Wettenden.

Das Urteil: Betovo steht neben dem Schweizer Rahmen, und was daneben steht, kennt die Spielerschutz-Werkzeuge der beiden bewilligten Veranstalter nicht.

HornetBet: ohne Schweizer Bewilligung

HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Die gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt und hat hier keine Wirkung. Keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Aufnahme in die DNS-Sperrliste möglich.

Wer in der Schweiz auf Badminton setzt, sollte wissen, dass er hier auf sich gestellt ist. Es gibt keine Stelle, die ihm hilft.

Das Urteil: HornetBet ist ohne Schweizer Bewilligung unterwegs, und was das im Streitfall kostet, steht nicht im Angebot.

Was eine Wette auf ein Badminton-Spiel zurückgibt

Die Rechnung ist einfach, und sie erklärt mehr als jede Quotenangabe. Nehmen Sie eine Einzelwette über CHF 20 auf eine Quote von 2,40. Ein Gewinn dieser Wette zahlt CHF 48 – die CHF 20 Einsatz plus CHF 28 Gewinn. Bei einer Kombiwette mit zwei Quoten von je 1,80 ergibt die Gesamtquote 3,24; aus CHF 20 würden CHF 64,80, also CHF 44,80 Gewinn. Die Zählweise im Badminton ändert an dieser Arithmetik nichts: Satz- oder Handicap-Wetten folgen derselben Gleichung, sie verlegen nur, was gewettet wird.

Solche Beispiele genau zu nehmen, wäre hingegen der Anfang eines Fehlers. Die Formel beschreibt, was ein gewonnener Schein auszahlt, nicht wie wahrscheinlich der Gewinn ist. Um das einzuschätzen, braucht man den Marktpreis – und der verbirgt eine zweite Zahl. Die Ausschüttungsquote eines Marktes mit zwei Ausgängen macht das anschaulich: Bei 1,90 auf jeder Seite erhält man aus CHF 100 Einsatz 95 Franken, die Marge beträgt also 5 Prozent. Die Marge ist der einzige Anteil am Markt, den man sicher kennt, und der einzige, den niemand verliert. Wie gross sie über eine ganze Badminton-Saison gerechnet ausfällt, hängt davon ab, welche Quoten die bewilligten Veranstalter tatsächlich stellen. Für einen Zweier-Markt liegt sie in der Nachbarschaft von 5 Prozent bei ausgeglichenen Quoten; für Kombiwetten wächst sie mit der Zahl der Voraussagen, weil sich die Margen der Einzelmärkte in der Gesamtquote vervielfachen.

Diese 95 Prozent stehen nun neben 100 Prozent Einsatz. Bei einer Kombiwette sind es zwei Margen, bei drei legt sich die dritte dazu. Das ist die Zahl, die über die Zeit am stärksten durchschlägt, stärker als jede Satzstrategie und stärker als jeder Boost. Sportlich, sachlich, schlicht. Wer nur den Gewinnbetrag aus dem Wettschein liest und den Schlüssel nie ansieht, verliert sein Geld bei jedem einzelnen Ergebnis – gleich wie die Partie ausgeht.

Die Sporttip-Ertragslogik im Blick behalten

Noch ein Gegenstück, das man in Rechnung stellen sollte, bevor man badmintonspezifische Kenntnisse einsetzt. Für Kombiwetten gibt es bei Sporttip den Lockstoff Kombiboost. Bei vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 steigt der Bonus auf 5 Prozent, bei fünfzehn auf 100 Prozent. Diese Zahlen klingen wie freies Geld – bis man sieht, dass ein Bonus auf den Nettogewinn erst dann existiert, wenn alle Voraussagen gewonnen sind. Fehlgriff in einem Spiel, und der Boost bleibt aus, unabhängig von der Promille der Voraussagen. Das ist kein Betrug, sondern ein Incentive-Design: Es belohnt Ballung, wo Ballung Riskantheit ist. Wer den Mechanismus kennt, bucht ihn ein. Wer ihn mit einer Erwartung verwechselt, verliert falsch.

Häufige Fragen zu Badminton-Wetten in der Schweiz

Darf in der Schweiz überhaupt auf Badminton gewettet werden, und bei wem?

Erlaubt wird nur, was auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten steht. Steht Badminton dort, bieten es die zwei bewilligten Veranstalter an: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Steht es nicht dort, gibt es die Wette nicht. Ausländische Seiten ändern daran nichts.

Warum ist die Verlängerung bei 20:20 für Satzwetten so wichtig?

Weil ein Satz nicht bei 21 endet, sondern erst bei zwei Punkten Vorsprung, spätestens bei 30. Der Ausgang «Satzgewinn» hängt damit an mehr als der Frage, wer die meisten Punkte hintereinander gewinnt. Ein Preis auf einen Satz bezieht diese Möglichkeit mit ein – deshalb stehen Satz- und Handicap-Märkte enger am Spielverlauf als ein Gesamtsieg.

Wie wird aus Einsatz und Quote der Gewinn einer Wette?

Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Die Quote sagt also, was eine gewonnene Wette auszahlt – nicht, wie wahrscheinlich dieser Gewinn ist.

Was ist die Marge, und wie erkennt man sie an einer Quote?

Die Marge ist der Teil jedes Marktes, der nicht ausgeschüttet wird. Die Ausschüttungsquote berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes, die Marge ist 100 Prozent minus dieser Wert. Bei zwei Ausgängen zu je 1,90 liegt sie bei 5 Prozent. Sie ist der einzige sichere Anteil am Markt.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lange dauert eine Spielsperre mindestens?

Bei Swisslos müssen vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben.

Sind Gewinne aus Schweizer Sportwetten steuerfrei?

Bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn sind sie einkommenssteuerfrei; ab 1. Januar 2026 liegt der Bundeswert bei CHF 1’071’000. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die mit der Steuererklärung zurückgeholt wird. Der kantonale Wert weicht ab – «je nach Kanton». Klärung schafft eine Steuerberatung.

Inhalt erstellt vom Team «boxwetten.com»