Gratis Wettprognosen heute: ein Wegweiser durch Zahlen, die niemand garantieren kann

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

**Aktualisiert am 29. Oktober 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Veranstaltern wurden gegen die

Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht, und die veröffentlichten Spielregeln der beiden

Schweizer Veranstalter geprüft.**

Ein abgegriffenes Notizheft, ein Bleistift und eine Stoppuhr liegen auf einer Bank am Rand eines Trainingsplatzes.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wer heute Morgen «gratis Wettprognosen» in eine Suchmaschine tippt, bekommt Tausende Treffer. Fast

alle versprechen dasselbe: ein Ergebnis, das eintrifft. Keine davon kann es halten. Eine Prognose

ist eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten, kein Blick in die Zukunft — und wer das verwechselt,

verliert Geld, das er nicht verlieren wollte.

Der eigentliche Skandal liegt aber woanders. In der Schweiz darf Sportwetten nur organisieren, wer

eine Bewilligung der Kantone hat, und diese Bewilligung besitzen genau zwei Veranstalter. Wer bei

einem anderen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Schutz, ohne Schweizer Sperrregister und ohne

Schweizer Rechtsweg. Das steht in keinem Prognose-Versprechen, und genau darum geht es hier.

Grundlagen: was eine Prognose liefert und was nicht

Der Kern jeder Prognose ist schmaler, als die Überschriften glauben machen. Sie verbindet Form,

Ausfälle und Statistik zu einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs. Mehr nicht. Wer

vorhersagen könnte, was am Samstag passiert, würde nicht schreiben, sondern setzen.

Ein Fussball ruht an der Seitenlinie im taufeuchten Gras, die ersten Sonnenstrahlen fallen schräg über den Platz.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Was eine Prognose zusätzlich nie liefert: die Quote. Die Quote ist kein Teil der Vorhersage, sie ist

ein Preis, und dieser Preis wird vom Veranstalter gestellt. Deshalb steht in jeder Quote bereits

die Marge des Veranstalters. Eine Prognose sagt also nicht nur unsicher, wer gewinnt — sie arbeitet

obendrein gegen einen Preis, der gegen den Wettenden gebaut ist. Beides gehört zusammen, und wer

nur die erste Hälfte liest, liest die Hälfte.

Wie eine Wettprognose entsteht

Der Weg ist unspektakulär. Am Anfang steht die Form: Ergebnisse der letzten Wochen, Heim- und

Auswärtsstärke, die Frage, ob ein Team gegen schwache Gegner gepunktet hat oder gegen echte

Konkurrenz. Dann kommen die Ausfälle — wer fehlt, wie lange, und ob die Position überhaupt zu

ersetzen ist. Dazu tritt Statistik, die mehr ist als eine Tabelle: Ballbesitz, Abschlüsse aufs Tor,

die Zahl der Gegentore aus Standards, Kopfballduelle, alles Dinge, die die Tabelle nicht zeigt.

Der dritte Schritt ist der Quotenvergleich. Hier trennt sich die ernsthafte Prognose von der

Selbstdarstellung. Wer mehrere Preise für dasselbe Ereignis nebeneinanderlegt, sieht den einen

Unterschied, der wirklich Geld bewegt: die Marge. Nicht die Frage, welcher Anbieter «die besten

Quoten» hat, ist interessant, sondern wie viel von jedem eingesetzten Franken überhaupt wieder

zurückfliessen kann.

Und am Ende steht bei allen seriösen Prognosen derselbe Satz: ein Rest Unsicherheit, der bleibt. Ein

Tor aus dem Nichts, ein Platzverweis in der 80. Minute, ein verweigerter Elfmeter. Die Statistik

kennt diese Ereignisse, aber nicht ihr Eintreffen.

Warum keine Prognose ein Ergebnis garantieren kann

Weil ein Fussballspiel kein Zufallsgenerator mit bekannten Wahrscheinlichkeiten ist. Die

Wahrscheinlichkeiten selbst sind geschätzt. Zwei Fachleute, die dieselben Daten sehen, kommen auf

unterschiedliche Einschätzungen — das ist kein Skandal, das ist der Normalfall. Wer sie zu einer

einzigen Zahl presst, verdeckt genau diese Bandbreite.

Ein Warnzeichen bleibt deshalb immer dasselbe: die Trefferquote als Verkaufsargument. Eine offengelegte

Methode, eine nachvollziehbare Bilanz über viele Prognosen und die klare Trennung von Werbung und

Inhalt sind überprüfbar. «85 % Trefferquote» ist keine Bilanz, das ist eine Behauptung, für die

niemand haftet. Wer so wirbt, will nicht überzeugen, sondern verkaufen.

Die Prognose und ihr Preis: was jede Quote verschweigt

Sprechen wir über die Zahl, die in jeder freien Prognose fehlt. Wer ein Ergebnis auf 1.90 setzt,

gewinnt 90 Rappen je Franken — sofern er Recht hat. Der zweite Ausgang trägt ebenfalls 1.90. Nimmt

man beide Preise zusammen, ergibt sich der Anteil, den dieser Markt an alle Wettenden zurückzahlt:

die Auszahlungsquote. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 liegt sie um 95 %, die

Marge also um 5 %. Ein Beispiel, kein bestimmter Anbieter und kein bestimmtes Spiel.

Die Marge ist keine Gebühr, die irgendwo abgebucht wird. Sie ist im Preis eingebaut und deshalb

unsichtbar. Bei höheren Quoten fällt sie schwerer ins Gewicht, bei sehr tiefen Quoten macht sie sich

schmaler. Ein Beispiel, das es greifbar macht: 200 Wetten von je CHF 10 sind CHF 2’000 Einsatz; bei

einer Marge von 5 % fliessen davon im Durchschnitt CHF 1’900 zurück. Der Unterschied zwischen «gratis»

und «kostenlos» sitzt genau dort.

Was Sporttip als Gewinn auszahlt

Bei Sporttip gilt eine eigene Rechenregel, und sie endet in einer Eigenheit. Der Gewinnbetrag ergibt

sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der

Einzelquoten. Dieses Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5

Rappen genau abgerundet. Wer mit Cent-Beträgen plant, plant gegen eine Rundungsregel, die am Ende

zugunsten des Veranstalters arbeitet.

Wo die Grenze der Prognose im Schweizer Recht liegt

Der Schweizer Gesetzgeber hat entschieden, was überhaupt Gegenstand einer Sportwette sein darf, und

diese Liste ist geschlossen. Erlaubt sind Sportwetten; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen

sind nicht zugelassen. Massgeblich ist die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten

der Gespa in der Fassung vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS.

Was die Liste einschränkt, überrascht viele: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind,

Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung über die

Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und niemals Wetten auf

Trainingsläufe. Corner- oder Kartenmärkte zeigt die Liste nicht, eine Esport-Sektion ebenso wenig.

Esport kommt in der Liste schlicht nicht vor.

Für Prognosen heisst das etwas Unangenehmes. Ein grosser Teil der Tipps, die im Netz zirkulieren,

betrifft Märkte, die in der Schweiz gar nicht angeboten werden dürfen. Wer sie hier spielen will,

kann es nur bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung — und der Preis dafür wird im Abschnitt über die zehn Anbieter im Vergleich

abgerechnet.

Rechtslage: zwei Veranstalter, und die Prognose ändert daran nichts

In der Schweiz ist die Online-Sportwette ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in

Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale

Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021. Nicht die ESBK —

die ist ausschliesslich für Casinos zuständig, und wer sie in einem Artikel über Sportwetten sieht,

liest einen Artikel, der sein Handwerk nicht kennt.

Eine Alpwiese mit weidenden Kühen und einem Holzzaun unter wolkigem Himmel.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Eine Bewilligung braucht zweierlei: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel

(Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der

Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt deshalb keine Liste weiterer

bewilligter Wettanbieter, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der

blockierten ausländischen Domains.

Der Wohnsitz entscheidet mit

Das ist der Punkt, den die meisten Anleitungen unterschlagen. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG,

AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und

im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt,

Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne,

und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Für die Online-Registrierung bei Swisslos sind mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlicher

Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet erforderlich; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede

Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen

und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Ein Konto in zwei Vertragsgebieten gleichzeitig gibt es nicht.

Wohin der Erlös geht und wer profitiert

Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet

Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame

Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen

Sporttip. Der Reinertrag geht nach Art. 125 BGS an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Das ist die eine Seite der Bewilligung, und sie wird gern vergessen: Wer hier setzt, finanziert

Kantonsaufgaben mit. Es ist kein Argument dafür, mehr zu setzen. Es ist ein Argument dafür, den

Unterschied zu kennen, wenn eine Seite im Ausland mit höheren Quoten lockt.

Wer nicht mitspielen darf

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18-Jährige sind von der Teilnahme

ausgeschlossen. Und es gibt eine Regel, die manchem Profil wehtut: Wer als Wettkämpfer an einem

Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Man kann sich also nicht selbst

finanzieren, während man auf dem Platz steht.

Was am Verkaufsschalter passiert, ist ernüchternd. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an

Verkaufsstellen eine Sportwette in 47.5 % von 200 Fällen an eine minderjährige Person verkauft. Die

Kontrolle am Schalter funktioniert in der knappen Hälfte der Fälle nicht. Wer sich auf Sichtprüfung

verlässt, verlässt sich auf nichts.

Bewilligungen im Vergleich: was die zehn Anbieter mitbringen

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin bzw. angegebene Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (Grossspiel) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (Grossspiel) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Aufsicht Gespa
22Bet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; keine Schweizer Bewilligung nachgewiesen
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; kein Nachweis einer Schweizer Bewilligung
Donbet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; keine Schweizer Bewilligung vorhanden
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; keine Erlaubnis nach Schweizer Recht
BetFury ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; keine Schweizer Bewilligung ersichtlich
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; keine Bewilligung für den Schweizer Markt
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; keine Bewilligung nach Schweizer Geldspielgesetz
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung eigene Angabe zum Sitz; keine gültige Schweizer Lizenz

Zwei Zeilen oben und acht darunter: das ist die gesamte Schweizer Marktordnung in Tabellenform. Die

Spalte mit der Bewilligung ist keine Formalität. Sie entscheidet, ob eine Spielsperre im schweizweiten

Register für den Anbieter überhaupt existiert, ob ein Streit vor einer Schweizer Stelle landet und ob

ein Gewinn überhaupt einklagbar ist. Achtmal lautet die Antwort: nein.

Spielerschutz: die Limiten, die vor dem ersten Einsatz stehen

Bei Swisslos muss, wer zum ersten Mal an Sporttip teilnimmt, Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage

setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung

gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite

für jeweils 30 Tage möglich.

Die 72 Stunden sind der wichtigste Satz in diesem Abschnitt. Das Geldspielgesetz verlangt in Art. 87

VGS, dass Limiten gesenkt sofort greifen und erhöht erst nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande

wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Drei Tage also zwischen dem Entschluss und der

Ausführung. Für jemanden, der in einer schlechten Nacht mehr setzen will, sind drei Tage eine Ewigkeit.

Genau dafür sind sie gedacht.

Hier liegt der Unterschied zu den ausländischen Anbietern auf dem Tisch. Eine Verlustlimite, die man

sich selbst gesetzt hat, ist nur bei einem bewilligten Veranstalter Teil eines Systems, das sie

durchsetzt. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es diese Pflicht nicht — und niemand

ausserhalb der Schweiz hat ein Interesse daran, sie einzuführen.

Die Spielsperre und das Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung

vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und

gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine

freiwillige Sperre kann nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung

einer Fachstelle nach Art. 81 BGS. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten

werden (Art. 89 VGS).

Diese Regeln gelten für die Veranstalter unter dem Schweizer Regime. Ein Anbieter ohne Bewilligung

hängt nicht am Sperrregister. Wer sich dort sperren lässt und glaubt, damit sei alles erledigt, hat

einen Teil seiner selbst gewählten Pause gar nicht angetreten.

Die Kehrseite gehört danebengestellt, so unbequem sie ist: Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat

nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Die Sperre schützt, sie erstattet nicht.

Der Weg des Geldes: was tatsächlich ausgezahlt wird

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut.

Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer

oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.

Für das Guthaben gilt: Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit

oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens

CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht

übersteigt. Swisslos bietet dafür unter anderem PostFinance Pay an; die Transaktion wird direkt in der

PostFinance App bestätigt.

Bei der Rückauszahlung wird es interessant: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen

zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder

Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden; die Überweisung

erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Die beiden kostenlosen Auszahlungen im Jahr sind ein Argument für die Bequemlichkeit und gegen die

Nervosität. Wer nach jedem gewonnenen Zehner abräumt, zahlt ab dem dritten Mal. Und anonyme oder

Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht: Gewinne und Guthaben

werden nach Art. 50 Abs. 2 VGS nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt.

Kredite an Spielende sind nach Art. 75 Abs. 1 BGS nicht erlaubt.

Steuern: wann ein Gewinn zum Einkommen wird

Gewinne aus Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum

Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der

eidgenössische Schwellenwert liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale

Schwellenwert weicht davon ab, deshalb gilt: je nach Kanton. Oberhalb des Schwellenwerts behält der

Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt.

Ein gewöhnlicher Wettender liegt weit unter dieser Grenze und zahlt auf seinen Gewinn weder

Einkommens- noch Verrechnungssteuer. Es gibt in der Schweiz auch keine Wettsteuer auf den Einsatz —

wer das Gegenteil liest, liest falsch. Anders liegt der Fall bei ausländischen Anbietern: Deren

Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons

Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles

steuerbares Einkommen. Für die eigene Situation bleibt nur ein Rat: Steuerberater oder kantonale

Steuerverwaltung fragen.

Wettprognosen heute: Strategie, Value und die Grenzen der Vorhersage

Kommen wir zum Handwerk. Wer Prognosen nutzt, braucht nicht mehr Tipps, sondern einen Rahmen, in dem

Tipps überhaupt überprüfbar werden. Der Rahmen beginnt mit einer Unterscheidung, die alles andere

trägt.

Form, Ausfälle, Statistik: woraus ein Tipp gebaut wird

Form ist nicht die letzten fünf Ergebnisse, sondern die letzten fünf Ergebnisse gegen vergleichbare

Gegner. Ein Team, das gegen die Tabellenspitze dreimal knapp verloren hat, steht anders da als eines,

das gegen die Abstiegskandidaten gepunktet hat. Die Tabelle zeigt das nicht, die Torstatistik auch

nicht. Deshalb ist die erste Frage an jede Prognose: Gegen wen wurde gespielt?

Ausfälle sind der zweite Baustein, und der am häufigsten falsch gewichtete. Nicht der prominenteste

Name fehlt am schwersten, sondern die Position, für die es keinen Ersatz gibt. Ein Ausfall im

zentralen Mittelfeld verändert ein Spiel mehr als der Ausfall eines Stürmers, der ohnehin in jedem

zweiten Spiel ausgewechselt wird.

Statistik ist der dritte Baustein, und sie ist die verführerischste, weil sie nach Objektivität

aussieht. Abschlüsse, Ballbesitz, gewonnene Zweikämpfe — alles messbar, alles interpretierbar. Eine

Mannschaft mit 70 % Ballbesitz und drei Abschlüssen aufs Tor dominiert nichts. Wer diese Zahl nicht

gegen den Ertrag liest, liest Dekoration.

Der vierte Baustein ist der Quotenvergleich, und er ist der einzige, der sich direkt in Geld

umrechnen lässt. Nicht, weil eine höhere Quote besser ist, sondern weil der Abstand zwischen den

Preisen zeigt, wie viel Spielraum im Markt steckt.

Value Bet: warum eine gute Quote kein Geschenk ist

Der Begriff klingt nach einem Fund, und deshalb wird er so gern benutzt. Eine Value Bet ist eine

Wette, deren Quote über der Einschätzung des Wettenden liegt. Wer die Wahrscheinlichkeit auf 55 %

schätzt, für den ist die Quote 2.00 wertvoll, denn 2.00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit

von 50 %. Die Differenz ist der angebliche Vorteil.

Daran hängt eine Bedingung, die den Begriff in der Praxis halb entwertet: Der «Wert» existiert nur

relativ zu einer Schätzung, und diese Schätzung ist Ihre, nicht die des Marktes. Wer die

Wahrscheinlichkeit falsch schätzt, sieht einen Wert, wo keiner ist. Die Quote selbst ist dabei nie

unabhängig: Sie enthält die Marge, und die Marge muss der Schätzende erst überwinden, bevor er ins

Plus kommt.

Rechenbeispiel gefällig, ohne dass hier eine bestimmte Partie behauptet wird? Bei einem

Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 zahlt der Markt rund 95 % der Einsätze zurück; die Marge liegt bei etwa

5 %. Um auf lange Sicht bei null zu landen, müsste eine Prognose die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten

um diesen Betrag schlagen — dauerhaft. Genau hier scheitern die meisten Trefferquoten-Prospekte, ohne

es zu merken.

Kapital schützen: wie viel auf eine einzelne Wette gehört

Die zweite Frage lautet nicht, wie hoch die Quote ist, sondern wie viel Geld auf sie darf. Eine

sinnvolle Grenze für Einzelwetten liegt bei 2 bis 5 % des Wettkapitals. Diese Zahl ist eine verbreitete

Übung, keine vom Veranstalter auferlegte Regel, und wer sich an sie hält, merkt den Unterschied nicht

in der guten Woche, sondern in der schlechten.

Was passiert, ohne diese Grenze? Vier Einsätze von je einem Viertel des Kapitals verlangen vier

richtige Entscheidungen hintereinander, um überhaupt im Spiel zu bleiben. Bei einer Trefferquote von

50 % liegt die Chance auf vier in Serie bei 6,25 %. Die Quote ist dabei völlig gleichgültig; die

Grösse der Einsätze entscheidet, wie lange man überhaupt mitspielt.

Einsätze stammen aus frei verfügbarem Geld, nicht aus dem Haushaltsbudget für Miete und Rechnungen.

Und eine Prognose ist keine Garantie, sondern eine Einschätzung. Wer diese zwei Sätze nicht

auseinanderhalten kann, sollte nicht setzen. Die Vorab-Limiten, die im Abschnitt zum Spielerschutz

beschrieben sind, gehören vor die erste Wette gesetzt und nicht danach.

Kombinationen, Live und Cash-Out: der Ort, an dem Prognosen kippen

Eine Kombiwette aus vier Bein multipliziert die Quoten — und die Wahrscheinlichkeiten. Vier

Einschätzungen zu je 60 % ergeben zusammen keine 60 % mehr, sondern 12,96 %; sie multiplizieren sich

mit 0,6 × 0,6 × 0,6 × 0,6 = 0,1296. Bei fünf Beinen sind es noch 7,78 %. Die Quote sieht gross aus,

die Chance ist es nicht.

Die Marge wächst mit jedem Bein mit. Wer vier Einzelwetten zu je 1.90 kombiniert, erhält als

Gesamtquote 13.0321 — das ist schlicht 1.90 × 1.90 × 1.90 × 1.90, das Produkt der Einzelquoten. Der

Einsatz wird also auf denselben Preis gesetzt, der auf jeder Stufe bereits vom Veranstalter gestellt

wurde. Flexibilität und Kombination sind keine Frage des Geschmacks, sondern eine Rechnung.

Bei Sporttip-Kombiwetten gilt der Kombiboost nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und

verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den

Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen

Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Der Sprung von vier auf sieben Beinen ist

riesig, der von zehn auf fünfzehn faktisch unerreichbar für eine einzelne Prognose.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts

erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz.

Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out

verfällt der Boost. Ein Boost, der bei der erstbesten Ausstiegsidee verschwindet, ist kein Geschenk,

sondern eine Bindung.

Live ist für Prognosen grundsätzlich ein anderes Geschäft. Wer live setzt, reagiert auf ein Spiel,

das gerade läuft — und das ist genau der Moment, in dem die Vorab-Limite am nötigsten ist. Es gibt

allerdings Regeln, die in keine Prognose passen: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig

davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des

Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen —

Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine

Wette nach dem Tor ist keine Wette. Die Quote 1.00 bedeutet den Einsatz zurück, keinen Gewinn.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live,

aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes

Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der

Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der

Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos das

Cash-Out nicht für jede Wette.

Die Absicherung ist also nicht gratis. Sie kostet einen Teil des möglichen Gewinns, und sie wird nicht

immer angeboten. Wer damit rechnet, sollte es in seine Planung einkalkulieren, bevor die Wette läuft,

und nicht erst daneben.

Was im Wettprogramm steht und was abgesagt wird

Zwei Regelwerke muss eine Prognose kennen, sonst stolpert sie über Formalien. Erstens die Spielzeit:

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — etwa Fussball 90 Minuten — plus

Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist

oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Prognose auf den Ausgang «in 90 Minuten» ist etwas anderes

als eine auf den Ausgang «nach Verlängerung». Die Verwechslung ist ein Klassiker.

Zweitens die Absage: Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem

ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Das ist

der saubere Umgang mit einem unverschuldeten Ausfall. In einer Kombi wirkt er trotzdem: Ein Bein auf

1.00 senkt die Gesamtquote so weit, dass vom ursprünglichen Vorhaben wenig übrig bleibt.

Dazu kommt eine Grenze, die man beim Setzen nicht sieht. Bei Sporttip werden voneinander abhängige

Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt

Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze

Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die abhängige Kombination ist

keine kluge Idee, sondern ein Risiko auf der ganzen Wette.

Und schliesslich der Einsatz: Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und

Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000

und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen

ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Die Deckelung ist der fehlende Satz in jedem «Ich bin sicher»-Kommentar. Man erfährt nie, ob diese

Einschätzungen über ein ganzes Archiv korrekt sind, und wo das Gewicht hängt, wird nicht verhandelt.

Wer bei unserem Korridorexperiment mit 47.5 % keine automatischen Regeln besitzt, hat sich gegen das

eine Fehlurteil versichert. Im Unterschied zum Haushaltsbudget sind Wetten über 5 % nur mit einem

klaren, transparenten und nachvollziehbaren Aufzeichnen-nach-prüfbaren. Mache ich mit systematisch

mehreren Wetten dabeizubleiben — mit allen Wetten und den Namen des ehemaligen Reporters. Was dieser

ganze Abschnitt nicht sagt: welchen Ausgang Sie wählen sollen. Welche Mannschaft am Wochenende

gewinnt, weiss diese Seite nicht, und keine andere weiss es auch. Wer es behauptet, verkauft etwas.

Die Quellen hinter gratis Wettprognosen: was einen Anbieter prüfbar macht

Der Markt für Wettprognosen ist gesättigt, und er ist fast vollständig werbefinanziert. Das ist kein

Vorwurf an sich — es ist die Frage, wem die Empfehlung nützt. Wer eine Prognose veröffentlicht und im

selben Atemzug einen Registrierungslink danebenstellt, hat ein Interesse, das nicht das Ihre ist.

Prüfbar wird eine Quelle an drei Merkmalen. Offene Methode: Worauf stützt sich die Einschätzung, und

werden Form, Ausfälle und Statistik überhaupt getrennt ausgewiesen? Nachvollziehbare Bilanz: Wie viele

Prognosen wurden dokumentiert, und was passierte mit den Verlierern? Trennung von Werbung: Ist die

Empfehlung erkennbar Werbung, oder wird sie als unabhängige Einschätzung ausgegeben?

Wer das ernst nimmt, verliert übrigens schnell die Lust an der Suche. Fast keine Prognosequelle

veröffentlicht eine Bilanz, die auch die Fehlgriffe enthält. Das ist die entscheidende Auslassung:

Eine Trefferquote ohne die andere Seite der Rechnung ist eine Stichprobe, aus der man ausgewählt hat.

Für den Fall, dass eine Wette trotz sauberer Planung schiefgeht, gilt bei Sporttip eine Frist, die man

kennen muss: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der

Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache

bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Ein Wettschein

im Fussraum des Autos verjährt nicht; er verfällt.

Sporttip-Wetten lassen sich online über Swisslos oder die Sporttip App auf iOS und Android abgeben.

In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt

werden. Konto und Registrierung bleiben dieselben — die Verkaufsstelle ist ein Zugangsweg, kein

zweiter Account.

Bleibt die Frage, ob eine kostenlose Prognose überhaupt etwas wert ist. Sie kann es sein, wenn sie

Ihnen zeigt, welche Zahlen Sie selbst prüfen müssten. Sie ist es nicht, wenn sie Ihnen das Prüfen

abnimmt.

Die zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Schweizer Bewilligung, acht ohne

Zehn Namen, zwei Gruppen, und diese Trennung darf nicht verwischen. Swisslos (Sporttip) und Loterie

Romande (Jouez Sport) sind die einzigen Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten organisieren

dürfen. Die acht übrigen werden hier aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — sie werden

nach denselben Kriterien beurteilt und tragen alle dasselbe Kennzeichen: ohne Schweizer Bewilligung.

Das ist mehr als ein Etikett. Ein ausländischer Anbieter hängt nicht am Schweizer Sperrregister, es

gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und Gewinne aus ausländischen Grossspielen können kantonal anders

besteuert werden. Die Bewilligung sagt nicht, dass ein Angebot gut ist — sie sagt, welcher Rechtsweg

offensteht.

Swisslos Sporttip: das Original mit den schärfsten Limiten

Sporttip ist das Produkt der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel.

Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die

gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Bewilligung ist eine

Veranstalterbewilligung samt Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, Aufsicht

führt die Gespa. Das Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet — den

deutschsprachigen Kantonen, dem Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein — Wohnsitz oder gewöhnlichen

Aufenthalt haben.

Die Limiten sind das Bemerkenswerteste an diesem Angebot. Ein Einzel- oder Kombieinsatz liegt zwischen

CHF 1 und CHF 1’000, bei Systemwetten bis CHF 10’000. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage müssen vor

der ersten Teilnahme gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen

unter 21 Jahren. Die 72 Stunden Wartezeit auf jede Erhöhung sind eine bewusste Bremse und wirken

zuverlässig nur gegen einen selbst.

Wer die Limiten als Gängelung liest, verwechselt zwei Dinge. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt

es sie nicht, weil niemand sie verlangt. Die Deckelung von CHF 1’000 pro Wette trifft nebenbei auch

die Strategie der grossen Einsätze, die keine Prognose braucht.

Beim Kombiboost ist Sporttip grosszügig, aber nur online und erst ab vier Voraussagen mit je mindestens

1.50. Die Staffel — 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn — belohnt das

Gegenteil dessen, was eine vorsichtige Prognose tut: Mehr Beine heissen kleinere Gewinnchancen. Der

Boost verkleidet das, er widerlegt es nicht. Bei Cash-Out gilt: nur online, nur vollständig, und der

Betrag hängt vom Spielstand ab.

Die Fristen dieses Anbieters sind unbarmherzig. 26 Wochen für einen Gewinn, 10 Tage für eine

Einsprache, 48 Stunden bis zur Gültigkeitsfrage bei einer Absage. Das ist die eine Seite. Die andere:

Wer sich selbst sperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage, und eine unbefristete Sperre

gilt schweizweit auch für Casinos. Diese Sperre wird nirgends sonst auf der Liste so durchgesetzt.

Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, andere Grenzen

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Auch

sie veranstaltet Sportwetten als Grossspiel mit Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem

Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone

Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14,

1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Gewinngrenzen sind die auffälligste Zahl: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000

für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport 2 bis 10

Voraussagen, und die Quote — bei einer Einzelwette die Quote selbst, bei einer Kombi die Gesamtquote —

muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Zwei Regeln daraus verdienen einen zweiten Blick. Die Untergrenze von 1.10 schliesst die ganz tiefen

Quoten aus, bei denen die Marge in Prozent des Einsatzes kaum noch sichtbar ist. Und die Obergrenze

von 2 bis 10 Voraussagen deckelt die Kombination, bevor sie ins Absurde wächst — genau dort, wo bei

anderen Anbietern die 15-Bein-Boosts wohnen.

Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, hat hier dieselbe Absicherung wie im Swisslos-Gebiet:

Limiten, Sperrregister, Schweizer Rechtsweg. Wer in Zürich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto

eröffnen. So einfach, so unbequem. Das ist die Bewilligung, verstanden als Gebietsgrenze.

22Bet: ohne Schweizer Bewilligung

22Bet zählt zu den international bekannten Namen, denen Schweizer Spielende begegnen. Was fehlt, ist

die Bewilligung: In der Schweiz dürfen nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten anbieten. Eine

Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Eine Angabe des Anbieters zu

einer eigenen Bewilligung ist nicht belegt.

Daraus folgt der ganze Rest. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg,

und die Möglichkeit, dass die Domains des Anbieters auf die Sperrliste der Gespa kommen und von

Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert werden. Das Organisieren von Sportwetten ohne

Schweizer Bewilligung ist nach Art. 130 BGS strafbar — für den Veranstalter. Der Spielende wird nach

Angaben des Bundesamts für Justiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren

gegen den Anbieter eingezogen werden, und eine Schutz- oder Fair-Play-Kontrolle existiert nicht.

Was hier für den Anbieter sprechen mag, ist allein eine Frage des Umfangs: Wer Märkte sucht, die die

Gespa-Liste nicht kennt, wird bei einem bewilligten Veranstalter nicht fündig. Der Preis dafür ist der

Rechtsweg. Es gibt keine Schweizer Stelle, an die man sich wendet, wenn eine Auszahlung ausbleibt.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit ist im Schweizer Markt vor allem als Plattform mit einer breiten Produktpalette bekannt. Für

Sportwetten fehlt die Schweizer Bewilligung, und nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hier

Sportwetten veranstalten. Eine Bewilligung nach ausländischem Recht hat in der Schweiz keine Geltung

(Art. 4 BGS); eine eigene Bewilligung ist nicht nachgewiesen.

Die praktischen Folgen sind dieselben wie bei jedem Anbieter ohne Bewilligung: keine Verbindung zum

Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können über die Sperrliste der Gespa

blockiert werden. Wer hier spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzsystems, und zwar unabhängig

davon, wie die Seite auftritt.

Bemerkenswert ist der Aufwand, den solche Plattformen in die Darstellung stecken. Je glänzender die

Oberfläche, desto leichter fällt der Gedanke, es handle sich um ein reguliertes Angebot. Reguliert ist

in der Schweiz nur, was die Kantone bewilligt haben.

Donbet: ohne Schweizer Bewilligung

Donbet gehört zur Gruppe der Anbieter, die Schweizer Spielende über Werbung und Suchtreffer

erreichen, ohne über eine Schweizer Bewilligung zu verfügen. Sportwetten dürfen hier nur Swisslos und

Loterie Romande veranstalten; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung in der

Schweiz, und eine Angabe des Anbieters zu einer Bewilligung ist nicht belegt.

Die drei Folgen, die für den Spielenden zählen: kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer

Rechtsweg, und die Sperrliste der Gespa als Möglichkeit der Blockierung. Ein Fair-Play-Monitoring, wie

es die bewilligten Veranstalter kennen, existiert nicht.

Der eigene Beitrag eines Anbieters ohne Bewilligung zur Spielerschutz-Seite ändert daran nichts. Es

ist freiwillig, es ist nicht überprüfbar, und es verpflichtet zu nichts. Wer sich darauf verlässt,

verlässt sich auf Marketing.

BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung

BDMBet tritt als Sportwetten-Anbieter auf, ohne eine Schweizer Bewilligung zu besitzen. Das ist keine

Randnotiz: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Sportwetten auf zwei begrenzt, und

ausländische Bewilligungen gelten nach Art. 4 BGS nicht in der Schweiz. Eine Angabe zu einer eigenen

Bewilligung ist nicht belegt.

Für den Spielenden bleibt es bei der Rechnung ohne Absicherung: kein Anschluss an das schweizweite

Sperrregister, kein Schweizer Instanzenweg bei Streitigkeiten, und eine Domain, die auf der Sperrliste

landen und blockiert werden kann. Gewinne aus ausländischen Grossspielen können zudem kantonal anders

besteuert werden.

Interessant ist an diesem Namen nichts, und das ist die ehrliche Zusammenfassung. Die Bewilligung ist

das Kriterium, das alles andere überlagert, und hier fehlt sie.

BetFury: ohne Schweizer Bewilligung

BetFury ist eine international ausgerichtete Plattform, die auch Sportwetten anbietet, jedoch ohne

Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport)

Sportwetten veranstalten; eine Bewilligung aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS),

und eine Angabe des Anbieters zu einer Bewilligung ist nicht belegt.

Die Konsequenzen sind bekannt: kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche

Aufnahme in die Sperrliste und Blockierung durch die Telekommunikationsanbieter sowie die steuerliche

Unsicherheit bei Gewinnen aus ausländischen Grossspielen.

Der Auftritt solcher Plattformen ist oft an Krypto- und Casino-Produkte gekoppelt. Wer ohnehin

Casinoinhalte sucht, findet sie anderswo nicht im bewilligten Schweizer Angebot — das ist die eine

Hälfte der Wahrheit. Die andere ist, dass getrennte Spielwelten unter einem Dach die Kontrolle über

das eigene Spielverhalten nicht einfacher machen.

HighFlyBet: ohne Schweizer Bewilligung

HighFlyBet zählt zu den Anbietern, denen Schweizer Spielende in Suchtreffern und Anzeigen begegnen. Er

verfügt über keine Schweizer Bewilligung, und da nur die zwei interkantonal zugelassenen Veranstalter

Sportwetten organisieren dürfen, kann er hier keine anbieten. Eine Angabe zu einer eigenen Bewilligung

ist nicht belegt.

Was das konkret heisst: keine Verbindung zum schweizweiten Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg bei

einer ausbleibenden Auszahlung, kein Fair-Play-Monitoring. Die Domains können auf der Sperrliste der

Gespa erscheinen und per DNS blockiert werden — ein Vorgang, der den Zugang abrupt beendet und jeden

Streit um ein Guthaben deutlich erschwert.

Wer vor einer Registrierung den eigenen Anspruch prüfen will, findet die Frage nicht im Werbebanner,

sondern in den Teilnahmebedingungen des Anbieters. Wer dort keine Bewilligung findet, hat die Antwort.

Interwetten: ohne Schweizer Bewilligung

Interwetten ist ein international bekannter Wettanbieter, der in der Schweiz ohne Bewilligung

auftritt. Sportwetten dürfen hier nur Swisslos und Loterie Romande veranstalten; eine ausländische

Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung in der Schweiz, und eine Angabe des Anbieters zu einer

eigenen Bewilligung ist nicht belegt.

Die Folge ist der bekannte Ausfall an Absicherung: kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer

Instanzenweg, mögliche DNS-Blockierung über die Sperrliste der Gespa. Die Gespa nennt Interwetten

ausdrücklich im Zusammenhang mit Domain-Hopping — gemeint ist, dass blockierte Domains innerhalb von

Stunden ersetzt werden. Genau das ist der Grund, weshalb die Sperrliste allein kein wirksames Mittel

gegen die Nutzung solcher Anbieter ist; und sie ist auch der Grund, weshalb «die Seite ist gerade

erreichbar» kein Beleg für eine Bewilligung ist.

Wer einen Namen aus der Auseinandersetzung mit solchen Domains kennt, verwechselt Bekanntheit mit

Regulierung. Das ist auf dieser Liste der teuerste Denkfehler.

Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung

Sportaza tritt als Online-Wettanbieter auf, in der Schweiz ohne Bewilligung. Nur die beiden

interkantonal zugelassenen Veranstalter dürfen hier Sportwetten organisieren; eine Bewilligung nach

ausländischem Recht hat keine Geltung (Art. 4 BGS), und eine Angabe zu einer eigenen Bewilligung ist

nicht belegt.

Es bleibt bei den Folgen, die für alle acht Namen ohne Bewilligung gelten: kein Anschluss an das

Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Blockierung der Domains über die Sperrliste, und

steuerliche Unsicherheit bei Gewinnen. Wer den Anbieter dennoch prüfen will, fragt nach den

Teilnahmebedingungen, nach dem Sitz und nach der Aufsichtsbehörde — nicht nach dem Bonusbetrag.

Das ist das Ende der Liste und des Vergleichs. Wer bis hierhin gelesen hat, hat die einzige Frage

beantwortet, die wirklich zählt: Wer haftet, wenn etwas schiefgeht? Bei zwei Namen ist die Antwort

eine Schweizer Stelle. Bei acht ist sie niemand.

Häufige Fragen zu gratis Wettprognosen

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Statistiken fliessen ein?

Sie verbindet drei Bausteine: die Form gegen vergleichbare Gegner, die Ausfälle nach der Schwere der

betroffenen Position und die Statistik jenseits der Tabelle, etwa Abschlüsse aufs Tor. Dazu kommt der

Quotenvergleich. Alles zusammen bleibt eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten, keine Aussage über

den tatsächlichen Ausgang eines Spiels.

Was ist eine Value Bet, und weshalb enthält jede Quote eine Marge?

Eine Value Bet ist eine Wette, deren Quote über der eigenen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit liegt.

Die Marge sitzt in jedem Preis, weil der Veranstalter die Quoten unterhalb der fairen Werte stellt.

Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 zahlt der Markt rund 95 % zurück, die Marge liegt

bei etwa 5 %. Diese Marge muss eine Prognose erst überwinden.

Welcher Anteil des Kapitals darf auf eine einzelne Wette entfallen, damit die Bankroll geschützt bleibt?

Verbreitet sind 2 bis 5 % des Wettkapitals für eine Einzelwette. Das ist eine Übung, keine Vorschrift

eines Veranstalters. Ohne diese Grenze verlangen vier Einsätze von je einem Viertel des Kapitals vier

richtige Entscheidungen hintereinander; bei einer Trefferquote von 50 % liegt die Chance darauf bei

6,25 %. Die Einsatzhöhe entscheidet, wie lange man mitspielt.

Welche Wetten sind in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande überhaupt erlaubt, und wo steht das?

Erlaubt sind Sportwetten auf die Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa-Liste in der Fassung

vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Wetten auf Wetter, Politik oder

Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Die Liste zeigt keine Corner- und Kartenmärkte und keine

Esport-Sektion.

Wie wird der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote berechnet?

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal

Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen

aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Einsatz von CHF 10 auf Quote 1.90 ergibt

somit CHF 19 vor der Rundung.

Inhalt erstellt vom Team «boxwetten.com»