Cricket-Wetten in der Schweiz: Nur zwei Veranstalter, und Cricket steht nicht im Gesetzbuch
Stand: 29. Oktober 2026 · Bewilligungen abgeglichen mit der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa und den Spielregeln von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport.

In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten. Das steht nicht in einer Verordnung, sondern in der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und es ist der erste Satz jeder ehrlichen Antwort auf die Frage, wo man hier auf ein Cricketspiel setzen kann. Nur Swisslos mit seinem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport besitzen eine Bewilligung für ein Grossspiel. Ein Ausländer, der Cricket-Spezialmärkte mit hundert Varianten bewirbt, hat keine. Diese beiden Sätze nebeneinander erklären das ganze Dilemma dieser Sportart in der Schweiz.
Denn Cricket ist eine Randsportart in einem Land, in dem die Bewilligung nicht dem Anbieter gehört, sondern dem einzelnen Spiel. Wer im Tessin sitzt und ein Test-Match zwischen Indien und Australien verfolgt, findet bei Swisslos eine Auswahl, die von einer Gespa-Liste gedeckt sein muss — und diese Liste ist eine geschlossene Aufzählung, keine Wunschliste. Wer dagegen bei einem ausländischen Anbieter landet, findet dort ein pralles Programm und dafür nichts, was in der Schweiz durchsetzbar wäre: kein Sperrregister, keine Aufsicht, kein Rechtsweg.
Die folgenden Abschnitte gehen dieser Spannung nach: was Cricket überhaupt zu einem Markt macht, was die Bewilligung umfasst und was nicht, welche Limiten greifen, welche Turniere stattfinden und wie die zehn Plattformen abschneiden, die Schweizer Wettende tatsächlich antreffen.
Was im Cricket gespielt wird und was daraus für die Wette folgt
Ein Cricketfeld ist ein Oval, der Mittelstreifen ist gemäht, morgens liegt Nebel zwischen den Bäumen am Rand. Auf diesem Oval stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber. Diesen Satz sollte man sich merken, bevor man eine Wette platziert, denn das Oval sieht so aus, als könne man es mit einem Fussballplatz vergleichen. Es ist keiner.

Auf dem Feld stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber, ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Die Mannschaft, die schlägt, und die Mannschaft, die aufs Feld geht, wechseln einander ab — der Ablauf hat nichts mit dem Hin und Her eines Fussballspiels zu tun. Wer zum ersten Mal auf Cricket wettet, hat es in der Regel mit drei verschiedenen Spielarten zu tun, die gleich heissen und völlig unterschiedliche Zeiträume umfassen.
Das lange Format ist das Test-Match: bis zu fünf Tage, täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Wer hier auf ein Ergebnis setzt, sitzt mehrere Tage lang auf einer offenen Position, während Regen, Lichtverhältnisse und der Zustand des Mittelstreifens den Ausgang verschieben. Für einen Markt wie «wer gewinnt» ist das buchstäblich eine Frage von Tagen, und der Zwischenstand am zweiten Abend sagt fast nichts über das Endergebnis.
Ein One-Day International (ODI) umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Damit ist es die klassische Weltmeisterschaftsform: kompakt genug für einen Fernsehabend, lang genug, um zwischenzeitlich zu kippen. Das Twenty20 (T20) umfasst 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings — die Form, in der nationale Ligen mit internationalen Spielern wie die Indian Premier League auftreten. Hier liegen die Wetten dicht beieinander, hier fällt fast alles innerhalb von drei Stunden.
Zwei Ergebnisse sorgen regelmässig für Verwirrung. Ein Spiel endet als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist; das gilt als sehr selten. Als Draw gilt in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Der Unterschied sitzt genau dort, wo ein Buchhalter hinschaut: der Tie ist ein Ergebnis im Match-Odds-Markt, der Draw ein separates Ergebnis, und wer in einem Fünf-Tage-Spiel auf einen klaren Sieger setzt, hat bei Regen am letzten Tag einen Draw auf dem Wettschein, keinen abgebrochenen Wettkampf.
Dass ein Fünf-Tage-Spiel praktisch nie in der regulären Struktur endet, die man erwartet, ist der Grund, warum Cricket-Wetten in der Schweiz für viele Wettende erst dann interessant werden, wenn die kurzen Formate laufen. Ein T20 im Fernsehen, ein Handy auf dem Sofa, drei Stunden Zeit — und die Wette ist entschieden, bevor die Konzentration nachlässt. Das ist kein Marketingargument, das ist der Unterschied zwischen einem Markt, den man verfolgen kann, und einem Markt, den man guten Gewissens tagelang offen liegen lässt, ohne hinzuschauen.
Wer die Grundbegriffe kennt, liest eine Quote anders. Ein Programm, das hundert Cricket-Märkte auflistet, ist kein Beweis für Kompetenz; es beweist zunächst nur, dass jemand die Daten liefert. Die Frage, ob unter diesen hundert Märkten einer ist, den man in der Schweiz überhaupt anbieten darf, stellt sich bei einem ausländischen Anbieter nicht und bei Swisslos zuerst.
Quoten, Auszahlungsquote und die Marge, die nicht auf dem Wettschein steht
Cricket-Quoten sind nicht anders gebaut als andere Quoten, aber sie sind schwerer durchschaubar, weil die drei Formate unterschiedlich viel Unsicherheit tragen. Ein T20 ist ein Kurzformat, in dem ein einzelner Over das Spiel kippen kann — eine Quote um 1.90 auf zwei Seiten klingt dort vollkommen plausibel. Ein Test-Match über fünf Tage hat mehr Ergebniswege, und die Quote auf einen klaren Sieger steht dann weiter entfernt von der Zwei. Was auf dem Wettschein steht, ist immer eine Zahl; was dahinter verschwindet, ist die Auszahlungsquote.

Die Spielpläne im Blick: von den West Indies bis in die Wüste
Cricket spielt das ganze Jahr, und das ist für einen Schweizer Wettenden Fluch und Segen. Segen, weil immer irgendwo ein ODI oder ein T20 mit Übertragung läuft; Fluch, weil man nie am Ende der Saison ankommt.
Bewilligung, Kantonsgebiet und Spielsperre
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel — nicht ein Geschicklichkeitsspiel, nicht eine Lotterie, sondern eine eigene Kategorie. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten und regelt in Artikel 3 lit. c und e, worum es geht. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist. Nicht bei der ESBK: diese Behörde beaufsichtigt ausschliesslich die Casinos.
Verlangt wird eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, geregelt in den Artikeln 21 bis 25 BGS, und eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz — Artikel 4 BGS. Ein Veranstalter, der in einem anderen Land tätig sein darf, ist damit in der Schweiz nicht tätigkeitsberechtigt. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und genau zwei sind es geworden: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, die Loterie Romande mit Jouez Sport.
Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Jouez Sport läuft für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Swisslos sitzt als Genossenschaft in Basel und veranstaltet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung. Ihr Gebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet.
Eine Konsequenz daraus trifft Schweizer ausserhalb der beiden Gebiete direkt: das Wohnsitzkriterium. Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz gemäss Artikel 47 Absatz 3 VGS und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer aus Genf stammt und in Zürich wohnt, richtet ein Swisslos-Konto ein und kein Jouez-Sport-Konto; wer umgekehrt im Wallis sitzt, hat keinen Zugang zu Sporttip. Es gibt keine dritte Option, und es gibt auch keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil es keine weiteren gibt: Die Gespa publiziert nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains.
Ein Vergleich, der diese zwei Zeilen auslässt, ist kein Vergleich. Er sieht so aus, als hätte man zehn Optionen, und tatsächlich hat man zwei — oder eben null, wenn man im Ausland lebt.
Dass der Reingewinn aus diesen Spielen gemeinnützig verwendet wird, gehört zum Rahmen dazu: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Das entspricht Artikel 125 BGS, der die Verwendung für öffentliche Zwecke vorsieht. Es ist ein Argument für die Politik dieses Systems und kein Grund, hier mitzuspielen — die beiden Dinge werden im Gespräch gern vermischt.
Was auf der Liste der erlaubten Sportarten steht und was nicht
Die erlaubte Auswahl ist eine geschlossene Aufzählung: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026, gestützt auf Artikel 25 BGS und Artikel 29 VGS. Innerhalb dieser Liste gilt: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder die Podestplätze entscheidet; Wetten auf Trainingseinheiten nie. Ein Blick in die Liste zeigt keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.
Bets on weather, politics or TV shows are not allowed at all — Sportwetten beziehen sich auf Sportereignisse. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind nach Artikel 25 Absatz 2 BGS ausgeschlossen.
Damit hängt das Cricket-Angebot in der Schweiz an einer Frage, die kein Anbieter selbst beantwortet: steht die betreffende Konkurrenz, steht die betreffende Wettart auf dieser Liste. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter dafür eine Entscheidung besitzt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Beim Cash-Out ist die Lage anders: er ist nicht reguliert, und deshalb darf man ihn nur als das beschreiben, was er bei jedem Anbieter ist — eine Funktion des Veranstalters und kein Bestandteil der Bewilligung.
Verifikation, ein Konto, keine Anonymität
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist ein Vorgang mit Reibung und einer, bei dem man sich vorher überlegen sollte, ob das eigene Wohnsitzland passt.
Ein einziges Konto pro Person mit verifizierter Identität ist die Regel, Artikel 47 bis 52 VGS. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers, Artikel 50 Absatz 2 VGS. Anonyme Auszahlung existiert im bewilligten Schweizer Wettbetrieb nicht, Krypto ebenfalls nicht. Ein Kredit an Spielende ist nach Artikel 75 Absatz 1 BGS untersagt. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen — es gibt hier keine Norm, die das für ihn regelt.
Steuerfreibetrag, Verrechnungssteuer und der ausländische Fall
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, deshalb gilt an dieser Stelle «je nach Kanton» und keine einzelne Kantonszahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; zurückgeholt wird sie über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung. Wer im Cricket zehn Franken setzt und dreissig gewinnt, ist davon meilenweit entfernt: auf diesem Gewinn liegt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer.
Der ausländische Fall ist der unangenehme Teil desselben Themas. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Ein Schweizer Steueramt kann also auf einem Gewinn bestehen, der beim Schweizer Veranstalter steuerfrei geblieben wäre. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht — wer behauptet, es gebe eine, hat die Steuer nicht verstanden. Das hier bleibt allgemeine Information; für den eigenen Fall ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.
Wie man in der Schweiz auf Cricket setzt
Was bei ausländischen Seiten fehlt
Ein ausländisches Cricket-Programm sieht vollständiger aus als das hiesige. Das ist kein Zufall, und es ist auch kein Qualitätsbeweis. Bet-at-Home oder Bet365 mit ihrer ganzen Auswahl stehen einem Schweizer Spieler offen — über ein Konto, das die Schweiz nicht kennt.
Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Kraft, Artikel 4 BGS. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren, Artikel 130 BGS. Der Spieler wird nicht bestraft — das Bundesamt für Justiz hat das klargestellt. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ansonsten gibt es weder Schutz noch eine Kontrolle fairer Spielregeln.
Für den ausländischen Anbieter gilt die Kurzformel: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und der Gewinn ist nach kantonalem Recht steuerpflichtig. Für den hiesigen Veranstalter gilt die Gegenformel: voller Schutz, aber nur zwei Anbieter, eine geschlossene Liste an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und eine Identitätsprüfung.
Die Gegenformel ist nicht angenehmer. Fünftausend Kilometer Cricket-Programm gegen eine geschlossene Liste. Das ist ein echter Verlust, und wer aus Bequemlichkeit zu einem ausländischen Anbieter geht, sollte wissen, dass er auf der anderen Seite nichts zurückbekommt ausser Zugang — kein Sicherheitsnetz, keine Beschwerdestelle, keine Sperre, die greift.
Die Sperrliste und der Domain-Hopping-Punkt gehören hier her. Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren — Artikel 86 bis 93 BGS; die erste Liste stammte vom 3. September 2019, am Ende von 2025 standen 671 Domains darauf. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, und Bet365 als auf der Liste. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Ein Schweizer Kunde eines gesperrten Anbieters kann weder die Genauigkeit der Liste noch die Erreichbarkeit als stabil voraussetzen.
Was die Regeln im Spiel kosten — drei Mechanismen
Die Regelkenntnis entscheidet bei Cricket mehr über den Ausgang einer Wette als bei fast jeder anderen Sportart. Und drei dieser Regelsätze kosten Geld, ohne dass sie auf dem Wettschein auftauchen.
Zuerst die Regenunterbrechung. Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in Limited-Overs-Spielen, die vom Wetter unterbrochen wurden. In einem 50-Over-Spiel muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf — wird diese Grenze nicht erreicht, gilt das Spiel als «No Result». Ausnahme: eine Mannschaft ist all out oder erreicht das Ziel früher. Entwickelt wurde die Methode 1997, 1999 hat der International Cricket Council sie offiziell übernommen, und seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth-Lewis-Stern. Für eine Wette heisst das: ein Regenabbruch verwandelt einen 250er-Zielwert in einen mathematisch neu berechneten, und eine Wette, die auf dem ursprünglichen Zielwert aufgebaut war, kann danach vollständig richtig erscheinen und trotzdem verloren sein.
Dann das Format. Ein Test-Match über fünf Tage hat mehr Ergebniswege als ein T20, und der Draw ist einer davon. Wer weiss, dass der Draw bei abgelaufener Zeit eintritt, versteht, warum die Quote auf einen Sieg in einem Regen-Test unwahrscheinlicher wirkt als die Quote auf einen Sieg in einem ODI.
Und schliesslich die Regeln des Anbieters selbst. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Im Cricket sind die Analogien dazu Regenpausen und die DRS-Überprüfung; wer eine Live-Wette während einer solchen Sitzung platziert, spielt gegen eine Regel, die in den Bedingungen steht.
Zwei Innings, zwei Mannschaften, 11 Spieler — was am Format hängt
Zwischen zwei Mannschaften mit je 11 Spielern stehen zwei Innings oder vier. Mehr nicht. Das ist die gesamte Struktur der Sportart, und sie ist für einen Wettenden der Grund, warum Cricket ein langsamer Sport mit schnellen Ausschlägen ist.
Ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Wer im Spielplan liest, dass ein ODI 50 Overs pro Innings umfasst, hat 300 Bälle je Mannschaft vor sich — kein kurzer Abend, sondern ein Programm. Ein Wicket ist das seltene Ereignis, das den Preis bewegt. Zwischen den Wickets vergeht oft eine halbe Stunde, in der sich am Markt gar nichts tut, und dann fällt ein Wicket, und die Quote auf die andere Mannschaft bewegt sich in Sekunden.
Wer zum ersten Mal auf ein ODI setzt, muss diese Länge einplanen. Eine Wette, die nach dem 20. Over gestellt wird, wird nicht nach dem 20. Over entschieden; sie gehört zu einer zweiten Hälfte, die man noch nicht gesehen hat. Und im Test-Match multipliziert sich dieselbe Überlegung mit fünf Tagen.
Vor jedem ersten Klick: Registrierung, Einzahlung, Limite
Der Weg zum ersten Wettschein hat bei Swisslos eine Reihenfolge, und die Reihenfolge ist nicht verhandelbar. Zuerst die Registrierung mit Altersnachweis und Ausweisprüfung im Vertragsgebiet. Dann — vor der ersten Teilnahme — das Setzen von Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, und unter 21 Jahren von CHF 1’000. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer die Limite senkt, für den gilt sie sofort; wer sie erhöhen will, wartet 72 Stunden. Das ist kein Formularkram vor dem Spiel: es ist ein Schritt, der vor der ersten Wette passiert und danach nicht mehr so leicht zu ändern ist.
Nach Artikel 87 VGS muss der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Die Limiten setzt also der Spielende, nicht der Staat. Einen gesetzlich fixierten Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht — eine Zahl, die in Online-Diskussionen regelmässig mit den Limiten eines Casinos verwechselt wird. Wer sich selbst höher ansetzt als geplant, hat dann eben Pech: die Erhöhung greift nicht sofort, und das ist die eigentliche Bremse im System.
Die eigene Sperre ist der härtere davon — ein Instrument gegen einen selbst, und dieser Satz ist wörtlich gemeint. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer bei ausländischen Seiten spielt, ist in diesem Register nicht erfasst, und diese Nicht-Erfassung ist die konkrete Form der Sicherheit, die fehlt.
Pausen, Spielsperre und der lange Nachmittag
Der Rat, eine Pause zu machen, klingt banal, bis man sich das Format vor Augen hält: ein Test-Match läuft fünf Tage, ein ODI dreieinhalb bis acht Stunden. Eine Sitzung kann sich über Stunden hinziehen, ohne dass sich am Markt etwas tut. Genau dort entstehen Einsätze, die man später nicht erklären kann.
Die Instrumente der Spielerschutz-Architektur sind deshalb in der Praxis nützlich, und nicht nur auf dem Papier. Betroffene: Angehörige von überschuldeten oder süchtigen Personen können ausgeschlossen werden, die Person kann sich auch selbst ausschliessen; die Daten werden in einem gemeinsamen Register geführt, den Artikeln 80 bis 82 BGS zufolge. Eine freiwillige Sperre lässt sich nach Artikel 84 VGS erst nach drei Monaten aufheben, und die Massnahme ist mit einer Fachstelle verbunden. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten, Artikel 89 VGS. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne, Artikel 45 BGS.
Über eines sollte man sich keine Illusionen machen: dass eine Schutzarchitektur existiert, heisst nicht, dass sie überall greift. Die Gespa hat 2025 bei 200 Prüfungen an Verkaufsstellen festgestellt, dass in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Man kann an einer Verkaufsstelle eine Wette abschliessen, die einem nicht erlaubt ist, und die Praktikabilität dieser Kontrolle gehört zur Wahrheit über das System. Diese Zahl sagt nichts über das Online-Angebot mit Ausweiskontrolle; sie ordnet aber ein, wie gesichert das System im Ganzen ist.
Der Vergleich: zehn Plattformen, zwei davon mit Bewilligung
Ein Vergleich von Wettanbietern für Cricket, in dem die Bewilligung eine Zeile ist, ist wertlos, weil zwei Bewilligte und acht Nicht-Bewilligte dann optisch austauschbar sind. Wir gehen deshalb von der Bewilligung aus und arbeiten uns nach innen vor: erst die zwei Schweizer Veranstalter, dann die acht ausländischen Plattformen, deren Bewilligungslage keine ist.
| Platform | Bewilligung oder keine | Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung | Kategorie |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; alleinige Bewilligung über das Swisslos-Vertragsgebiet | Schweizer Veranstalter |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Sitz Lausanne | Schweizer Veranstalter |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt; ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) | ausländisch, ungeprüft |
Was diese Tabelle sofort zeigt, ist eine ungleiche Verteilung: die Bewilligung teilt die Liste in zwei und acht. Die acht ausländischen Plattformen sind nicht deshalb «schlechter», weil sie in Curaçao oder Malta registriert sind, sondern weil die Schweizer Bewilligung nur an zwei Veranstalter ergehen kann und ihre Bewilligungslage keine Wirkung in der Schweiz hat. Der zweite Blick auf die Tabelle: keine einzige Position in der mittleren Spalte der acht ausländischen Zeilen lässt sich mit einem Namen füllen. Wer sich auf ein Vergleichsportal verlässt, sollte wissen, was in dieser Spalte steht.
Die Bewilligung ist nur die Vorfrage. Die zweite ist der Zugang: das Konto setzt den Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus. Der Schweizer Veranstalter in Basel ist für einen Wettenden in Genf nicht die erste Adresse, und umgekehrt.
1. Swisslos Sporttip — der bewilligte Basiswert der Schweiz
Sporttip ist der einzige Zugang zu einem Schweizer Sportwettenangebot für 19 Kantone, den Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer hier ein Konto will, muss in diesem Gebiet wohnen, mindestens 18 Jahre alt sein, darf keiner Spielsperre unterliegen und kann sich nur einmal registrieren. Die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis geprüft und gegen Adressdatenbanken abgeglichen. Das ist die Eintrittskarte, und sie wird nicht verhandelt.
Die Beträge sind bei Swisslos nach oben gedeckelt: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein Cricket-Test-Match mit einem Einsatz über tausend Franken lässt sich also nicht buchen, und wer das für eine Beschränkung hält, hat recht — sie ist eine.
Vor der ersten Teilnahme stehen zudem die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Der praktische Effekt dieser Regel: Spielt man am Samstagabend schlecht, ändert das die Limite für den Sonntag nicht. Das ist die einzige Stelle in diesem System, an der die Wartezeit tatsächlich Geld schützt, und wer sie umgeht, muss sich vorher überlegt haben, warum er das will.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand des Sportereignisses ab, und Swisslos kann ihn jederzeit ändern. Wer einen Cash-Out als Absicherung eingeplant hat, sollte wissen, dass die Gegenseite die Zahl setzt und nicht der Markt.
Dazu kommen Quotenboosts und Profitboosts. Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, die Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Boost, der gegen ein Cash-Out verfällt, ist ein Angebot mit einer Bedingung — und die Bedingung steht nicht im Werbetext.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also zwei Märkte desselben Cricket-Spiels kombiniert, sollte auf der einen Bildschirmseite nachsehen, die der Betreiber für diese Funktion reserviert hat.
Fazit dieses Eintrags. Sporttip verkauft Cricket in einer Auswahl, die von einer behördlichen Liste gedeckelt wird. Wer hier spielt, akzeptiert eine engere Auswahl an Märkten als der Markt ausserhalb der Schweiz, tauscht aber einen Rechtsweg, eine Sperre und eine Auszahlung auf ein verifiziertes Konto gegen diese Lücke ein. Wer mit kleinen bis mittleren Einsätzen arbeitet, merkt von der CHF 1’000-Grenze nichts. Wer mit grossen arbeitet, merkt sie sofort, und das ist eine Sache der eigenen Kaufentscheidung.
2. Loterie Romande Jouez Sport — die Westschweizer Alternative
Jouez Sport ist die Westschweizer Seite derselben Bewilligung. Die Loterie Romande veranstaltet es für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14 in Lausanne, dazu zählt das Unternehmen 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich.
Das ist die vollständige Bewertung, soweit sie die Bewilligung betrifft — und mehr gibt sie nicht her. Beide Veranstalter handeln unter derselben Aufsicht der Gespa, nach demselben BGS, und beide betreiben ein Produkt, dessen Sportarten-Liste dieselbe ist. Die beiden Schweizer Zeilen der Tabelle sind damit fast identisch: der Unterschied ist die Geografie, nicht die Bewilligung. Wer dort, wo die Loterie Romande tätig ist, Cricket spielen will, hat genau eine Schweizer Option.
Für Cricket ist das ein Nachteil, der auf der Hand liegt: die Auswahl liegt nicht in der Hand des Veranstalters, sondern auf der Liste, und der Veranstalter darf nicht mehr anbieten, als dort steht. Wer das als Grund sieht, das Land seiner Sportwette zu wechseln, verlagert das Problem nur: ausserhalb der Schweiz fehlt dafür der ganze Schutz, mit dem man hier rechnen kann.
Fazit dieses Eintrags. Der Schweizer Markt ist ein Duopol, und Cricket liegt darin am Rand. Was bleibt, ist der Vergleich der beiden Schweizer Produkte mit dem Rest der Liste — und der Vergleich ist schnell gemacht, wenn man sich die Bewilligung als erstes Kriterium vornimmt.
3. Betscore — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Betscore gehört zu den acht ausländischen Plattformen, die in dieser Liste stehen, weil ihnen immer wieder Schweizer Wettende begegnen. Swisslos und Loterie Romande sind die einzigen Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen; alles andere ist ausländisch und ohne Schweizer Bewilligung.
Der Hinweis darauf, dass es eine «ausländische Bewilligung» gibt, ist eine Angabe ohne Deckung: Die gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt, und in der Schweiz hat eine ausländische Bewilligung ohnehin keine Kraft, Artikel 4 BGS. Drei Konsequenzen folgen daraus, und sie sind nicht zu verhandeln. Erstens: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister — wer in der Schweiz gesperrt ist, spielt bei einer ausländischen Adresse weiter. Zweitens: kein Schweizer Rechtsweg — wenn der Anbieter nicht auszahlt, gibt es keine Schweizer Stelle, die ihn dazu bringt. Drittens: eine Domain kann auf die Sperrliste der Gespa und damit auf eine Blockierungsanweisung per DNS an Schweizer Telekommunikationsanbieter geraten.
Macht man sich die Grössenverhältnisse klar, ergibt das eine Frage, die man sich vor der Anmeldung stellen sollte: Will man mit einem Sportwetten-Anbieter zu tun haben, dessen Domain morgen unerreichbar sein kann? Für einen Spielstand mag das nicht viel ausmachen. Für ein Guthaben wiegt es die Sache.
Fazit dieses Eintrags. Unter den beiden Schweizer Veranstaltern gibt es hier nichts zu vergleichen, und der Grund liegt im Bewilligungssystem. Wer nach einem Konto sucht, das von der Aufsicht erfasst wird, ist hier nicht am richtigen Ort.
4. 22Bet — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Bei 22Bet wiederholt sich dieselbe Bewilligungslage in derselben Form: keine Schweizer Bewilligung, und die gemeldete ist nicht festgestellt. Die Kriterien sind dieselben wie bei jedem anderen Anbieter dieser Gruppe, denn ein Vergleich ist nur dann ein Vergleich, wenn er nicht plötzlich die Massstäbe wechselt.
Was diesen Eintrag von einem Schweizer Anbieter unterscheidet, ist nicht die Markenbekanntheit, sondern die Verantwortungskette. Ein Anbieter mit einer Schweizer Bewilligung untersteht der Aufsicht einer Behörde in Bern. Bei einem Anbieter ohne diese Bewilligung ist nicht erkennbar, wer die Beschwerde einer Schweizer Kundin entgegennimmt.
Für einen Spielstand ist das folgenlos. Für einen Streitfall entscheidend.
Fazit dieses Eintrags. Der Kardinalpunkt dieser Gruppe bleibt der Bewilligungsstatus, und der lässt sich nicht mit einer breiteren Auswahl aufrechnen.
5. Bet-at-home — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Bet-at-home ist eine der Marken dieser Gruppe, die bei der Gespa im Zusammenhang mit der Sperrliste und dem Domain-Hopping namentlich genannt werden. Das ist eine ungewöhnliche Form von Bekanntheit, aber es ist die Bekanntheit, die man hier erhält.
Ein weiterer Datenpunkt von aussen, an dem sich die Mechanik der Marker zeigt: Die Gespa nennt Bet-at-home und Interwetten als Beispiele für Anbieter, deren Domains ersetzt und erneut blockiert werden. Bet365 nennt sie als auf der Sperrliste stehend. Wer schon einmal erlebt hat, dass eine Seite mehrere Tage unerreichbar war, weiss, dass Bet-at-home in dieser Liste oft einen Zeitpunkt und keinen Markt beschreibt. Bet365 und Interwetten sind Beispiele dieser Gruppe, und mehr nicht.
Die Schweizer Bewilligung besitzt hier jedenfalls niemand. Damit gelten die drei Konsequenzen, die im Abschnitt zu den ausländischen Seiten beschrieben sind, unverändert.
Fazit dieses Eintrags. Ein Anbieter, dessen Domains regelmässig ersetzt werden, verhält sich wie ein Laden, dessen Schaufenster ständig umgebaut wird. Man kann trotzdem hineingehen. Man sollte nur wissen, dass es nicht an einer Schweizer Aufsicht liegt, dass er offen ist.
6. Betify — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Bei Betify ist die Bewilligungslage dieselbe wie bei den übrigen ausländischen Plattformen in dieser Liste: keine Schweizer Bewilligung, und die gemeldete ist nicht festgestellt. Ein Vergleich, der diese Zeile bei einem Anbieter mit einem Häkchen und beim anderen mit einem Fragezeichen füllt, hat die Arbeit nicht gemacht, denn es gibt hier nichts zu unterscheiden.
Was ein Anbieter in dieser Gruppe anbieten kann, hängt deshalb nicht an einer Bewilligung, sondern an seiner eigenen Entscheidung — und an dem, was in seinen Bedingungen steht. Genau nachlesen lohnt sich an einer Stelle ganz besonders: bei den Regeln, die den Ausgang einer Wette bestimmen. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann ein Anbieter sie mit Quote 1.00 werten. Bei einem Cricket-Spiel, das wegen einer Regenunterbrechung gerade unterbrochen ist, ist das keine theoretische Frage.
Fazit dieses Eintrags. Kein Argument für einen Wechsel: Wer hier anfängt, verliert den Schweizer Rechtsweg und gewinnt eine Auswahl, die eine Aufsichtsbehörde nicht genehmigt hat.
7. ZotaBet — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
ZotaBet steht in derselben Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, die gemeldete ist nicht festgestellt, kein Schweizer Rechtsweg. Damit ist das Bewertungsergebnis dasselbe wie bei jedem anderen Anbieter dieser Gruppe, und das ist keine Schwäche des Vergleichs, sondern das Ergebnis.
Die Wahl zwischen einem Schweizer und einem ausländischen Anbieter ist keine Wahl zwischen zwei gleich guten Optionen mit unterschiedlichem Preis. Sie ist eine Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Rechtsräumen. Wer das einmal klar gesehen hat, liest jedes ausländische Bonusangebot anders: Der Bonus ist eine Marketingausgabe, die nur bei einem genügend grossen Kuchen finanzierbar ist.
Fazit dieses Eintrags. An der Bewilligungszeile hat sich bei diesem Eintrag nichts geändert, und eine breite Produktpalette ändert sie nicht.
8. BetAlright — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Bei BetAlright wiederholt sich das Muster dieser Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister. Betreiberprofil und Bewilligungsstatus eines Anbieters sind in einem Fall wie diesem die einzige Information, die man vor dem Einsatz hat.
Die Sperrliste und das Domain-Hopping-Verfahren der Gespa sind dabei der einzige Mechanismus, mit dem die Schweiz gegen unerlaubte Anbieter vorangeht. Er trifft die Domain, nicht deren Betreiber, und ersetzt wird er in der Regel innerhalb von Stunden.
Fazit dieses Eintrags. Wer Cricket ausserhalb einer Schweizer Bewilligung spielt, entscheidet sich nicht für einen besseren Preis. Er entscheidet sich gegen die Institution, die ihn im Streitfall stützen würde.
9. N1 Bet — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
N1 Bet trägt in dieser Liste dieselbe Bewilligungszeile wie die übrigen ausländischen Plattformen: keine Schweizer Bewilligung, die gemeldete ist nicht festgestellt. Der genaue Umfang der Produkte lässt sich bei einer Plattform, deren eigene Angaben nicht überprüfbar sind, am ehesten an den eigenen Regeln messen.
Kombinationswetten sind der Punkt, an dem Cricket-Wetten gegen die eigene Regelmacht laufen. In einem T20, in dem eine einzige Partie über 20 Overs entscheidet, ist praktisch alles, was über den Sieger hinausgeht, vom Wetter und vom Los des Münzwurfs abhängig. Ein Programm, das zehn solcher Märkte zu einer Kombiwette bündelt, multipliziert nicht nur die Quote, sondern auch die Zahl der Wege, auf denen es schiefgehen kann. Die Absicherung, die ein Schweizer Anbieter für Kombinationen mit voneinander abhängigen Ereignissen anbietet, hat hier kein Gegenstück.
Fazit dieses Eintrags. Wer die Regeln für Kombiwetten vor dem Einsatz liest, findet bei diesem Anbieter dieselbe Bewilligungslage wie bei jedem anderen dieser Gruppe. Mehr lässt sich seriös nicht sagen.
10. BetFury — ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung
Auch BetFury steht ohne Schweizer Bewilligung in dieser Liste, mit einer gemeldeten Bewilligung, die nicht festgestellt ist — das Muster der acht ausländischen Zeilen ist bei der zehnten Zeile dasselbe wie bei der ersten. Erwähnenswert ist hier nur die Endung der Domain, die anders als die der übrigen Plattformen ist, und die Bezeichnung als Casino-Plattform.
Die Gegenprobe: Bei allen acht ausländischen Plattformen fehlt dieselbe Zeile. Ein Vergleich, der diese Plattformen nach Bonus bewertet und die Bewilligung ignoriert, sortiert die Liste nach dem Marketingbudget. Das ist ein Kriterium, aber nicht das, das einen in einem Streitfall schützt.
Fazit dieses Eintrags. Eine Plattform, die sich selbst als Casino zeigt, sagt damit etwas über ihre Nutzer, und ihr Cricket-Angebot steht ausserhalb der Schweizer Bewilligung. Das ist der einzige belastbare Punkt, den man aus dem Eintrag ziehen kann.
Was ein Bonus bei Cricket wirklich kostet
Die Rechnung mit dem Einsatz wird oft nur als Nebenrechnung erwähnt, und genau deshalb sollte man sie einmal sauber aufschreiben. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, und der Nettogewinn aus Einsatz mal (Quote minus 1). Der Einsatz einer Wette wird immer abgezogen, im Gewinn wie im Verlust. Was ein Cricket-Fan an einem Samstagabend sieht, ist eine Quote von 1.05 auf einen Favoriten im T20: 100 Franken, die auf dem Konto lagen, sind nach einem Sieg 105 Franken, und der Gewinn beträgt 5 Franken. Wer das als «gratis» liest, liest falsch.
Bei einem Kombinationswettangebot multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Legs zu einer einzigen Zahl. Zwei Legs zu je 1.90 ergeben eine Quote von 3.61. Aus 100 Franken werden 361 Franken, und der Gewinn beträgt 261 Franken. Der Preis für diese Zahl wird beim Bau der Wette bezahlt: Jede zusätzliche Leg multipliziert die Unsicherheit mit, und im Cricket ist der Weg dorthin oft eine Folge von Ereignissen, die voneinander abhängen.
Wer den Weg über Kombinations-Cricketwetten gehen will, sollte sich vorher die Marge des Marktes vor Augen führen. In einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 beträgt der Kehrwert jeder Seite 1 ÷ 1.90, also rund 0,5263. Beide Seiten addiert ergeben einen Kehrwert von circa 1,0526, und der Kehrwert davon, 1 ÷ 1,0526, liegt bei etwa 0,9500. Die Auszahlungsquote dieses Marktes beträgt damit rund 95 %. Die Marge ist der Rest: etwa 5 %.
Im Cricket variiert diese Zahl je nach Markt und je nach Anbieter. Bei einem Markt mit mehr als zwei Ausgängen verteilt sich derselbe Mechanismus auf mehr Positionen, und die Marge wird eher grösser. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen liegt die Marge in der Regel in der Gegend des Werts, der sich aus der Beispielrechnung ergibt; sie liegt typischerweise im Bereich von etwa 4 % bis 8 %, wobei sie in Nebenmärkten höher und in Hauptmärkten tiefer ausfallen kann. Bei drei Ausgängen liegt die Auszahlungsquote entsprechend tiefer, und das ist auch bei einem Fussballspiel so. Was das für den Ertrag bedeutet: Laut Formel geht jeder Prozentpunkt Marge bei jedem Einsatz ab, den man auf diesem Markt tätigt. Aus 1000 Franken, die man langfristig mit gleichen Einsätzen auf eine Zwei-Weg-Wette setzt, bleiben bei fünf Prozent Marge im Durchschnitt 950 Franken — die 50 Franken sind die Gebühr des Buchmachers, statistisch. Das ist ein Schätzwert, kein Versprechen, und er gilt für den Fall, dass nur rund um diesen Markt gesetzt wird.
Die nächste Stufe derselben Rechnung werden wir an dieser Stelle nicht ausführen, und der Grund ist eine fehlende Angabe: wie hoch ein Bonus zu durchlaufen ist, um ihn freizuspielen, und mit welchem Einsatz-Faktor. Fehlt diese Zahl, bleibt nur, den Vorgang qualitativ zu beschreiben: Mehrere Bedingungen hängen zusammen und drücken den Wert weiter nach unten, wenn man sie nicht genau prüft: die Zahl der Einsätze bis zur Freigabe, die Mindestquote, die für diese Einsätze gelten muss und die viele Buchmacher verlangen, und eine Frist für die Nutzung. Dazu kommen Bedingungen, die man nur in den eigenen Bedingungen des Anbieters nachlesen kann: bei vielen Anbietern zählt nur die Wette nach Abzug der initialen Einsätze.
Bei Swisslos sind Freegames und Gratisguthaben ohnehin nicht einfach ein Marketinginstrument: Sie benötigen die vorherige Zustimmung der Gespa, Artikel 75 Absatz 2 BGS. Im Jahr 2025 hat die Gespa nach eigenen Angaben 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den eigenen Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer ein Werbebild sieht, prüft am besten, ob dieser Betrag unter eine der genehmigten Aktionen fällt.
Häufige Fragen
Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder bei der Loterie Romande auf Cricket wetten?
Sporttip und Jouez Sport dürfen Sportwetten anbieten, ob Cricket darunter fällt, entscheidet die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Sie ist eine geschlossene Aufzählung, in der Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur erscheinen, wenn sie aufgeführt sind. Vor jedem Einsatz lohnt ein Blick in das Wettprogramm des Veranstalters.
Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?
Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, ein ODI umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 20 Overs mit höchstens 75 Minuten je Innings. Das lange Format hat mehr Ergebniswege und kennt den Draw, das Kurzformat kaum. Die Formatwahl entscheidet damit auch, welche Märkte überhaupt in Frage kommen.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen auf eine Wette aus?
Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu. In einem 50-Over-Spiel müssen beide Teams mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst gilt das Spiel als «No Result». Eine Zwei-Weg-Wette auf den Sieger wird zur Lotterie, wenn die Methode ins Spiel kommt.
Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal (Quote minus 1). Beispiel: 10 Franken bei einer Quote von 1.90 ergeben 19 Franken Rückzahlung, davon 9 Franken Gewinn; der Einsatz bleibt in die Rechnung einbezogen. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Legs zu einer einzigen Zahl.
Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?
Man bildet von jeder Quote den Kehrwert, addiert sie über alle Ausgänge eines Marktes und teilt 1 durch die Summe. Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 ergibt das eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von etwa 5 %. Die Marge liegt je nach Markt und Anbieter im Bereich von etwa 4 % bis 8 %, ein Schätzwert, keine Zusage.
Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, ab 1.1.2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000; die kantonale Schwelle weicht ab, «je nach Kanton». Bei ausländischen Anbietern greift keine Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis des Thurgau solche Gewinne als voll steuerbar.
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Inhalt erstellt vom Team «boxwetten.com»
