Wimbledon-Wetten in der Schweiz: Rasen, Regeln und zwei bewilligte Wege
Über Wimbledon lässt sich in der Schweiz viel erzählen und wenig wetten. Der Kreis der Anbieter ist gesetzlich auf zwei Veranstalter begrenzt, der Kreis der erlaubten Wettarten steht auf einer Liste, und der Rasenplatz selbst gehört seit 1877 demselben Klub. Wer hier eine Wette abschliessen will, wählt nicht zwischen zwanzig Buchmachern, sondern zwischen zwei Bewilligungen und einer ganzen Reihe von Angeboten ohne Bewilligung.

Stand: 29. Oktober 2026. Geprüft gegen die Verzeichnisse und Bewilligungsangaben der Gespa, die Spielregeln von Sporttip in der Fassung 4.2 sowie die Bedingungen für die Online-Teilnahme bei Swisslos.
Wo die Rasensaison ihre Spuren hinterlässt, ist am Gelände selbst abzulesen.
Spielplan, Runden und Belag: wie das Turnier aufgebaut ist
Ein Grand-Slam-Turnier ist kein einzelnes Spiel, sondern ein zwei Wochen langer Ausdünnungsprozess. Aus einem grossen Feld wird in jeder Runde die Hälfte entfernt, bis am Ende zwei Personen übrig bleiben. Für Wettende bedeutet das: Der Gegenstand einer Wette verschiebt sich mit jeder Runde, und die Quote auf denselben Namen wird von Montag zu Montag eine andere. Wer auf den Turniersieg setzt, kauft sich in ein Feld ein, das sich über vierzehn Tage auflöst; wer auf ein einzelnes Match setzt, kauft eine Momentaufnahme.
Die Wimbledon Championships finden im Londoner Stadtteil Wimbledon statt und werden vom All England Lawn Tennis and Croquet Club veranstaltet. Es ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, und das ist nicht nur eine Oberflächenangabe. Rasen ist der Belag, auf dem der Ball flacher und schneller durchkommt, auf dem der Aufschlag mehr Gewicht hat und auf dem ein Satz sich in wenigen Minuten entscheiden kann. Wer Tennis auf Sand gewohnt ist, sieht hier ein anderes Spiel — und die Quotenmacher sehen es auch.
Der Rasen hat eine Vorgeschichte. Die ersten Lawn Tennis Championships begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road. Was damals als Vereinsturnier begann, ist heute das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Die Austragung 2026 fand vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und war die 139. Ausgabe. Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker.
Die Runden und was sie für eine Wette bedeuten
Die ersten Runden bringen das grösste Feld und die grössten Quotenunterschiede. Ein Spieler aus der Qualifikation gegen einen Gesetzten ist rechnerisch eine klare Sache, und genau deshalb steht dort ein Preis, der kaum etwas abwirft. In der zweiten Woche schrumpft das Feld auf jene, die den Belag vertragen, und die Preise rücken zusammen. Aus Sicht eines Wettenden ist die frühe Woche die Phase der Aussenseiter und die späte die Phase der kleinen Margen — der Effekt, den dieses Angebot auf die Dauer am stärksten prägt, ist die Runde, nicht das Tennis.
Für den Spielplan heisst das: Wer die Rundenstruktur kennt, weiss vorher, welche Art von Wette in welcher Woche überhaupt Sinn ergibt. Eine Langzeitwette auf den Turniersieg lebt von der frühen Phase; eine Matchwette auf ein Halbfinale lebt von der Genauigkeit, mit der man zwei Spieler gegeneinander einschätzt. Beides sind unterschiedliche Aufgaben mit unterschiedlichen Fehlerquellen.
Herren und Damen: die Satzzahl entscheidet über die Laufzeit
Bei den Wimbledon Championships spielen die Herren auf drei Gewinnsätze und die Damen auf zwei. Das ist der wichtigste strukturelle Unterschied des Turniers, und er schlägt direkt auf jede Wette durch, die sich auf Sätze oder Spiele bezieht. Ein Herrenmatch kann fünf Sätze dauern, ein Damenmatch höchstens drei. Wer eine Satzwette auf ein Herrenmatch abschliesst, wettet auf einen Ablauf, der sich über zwei zusätzliche Sätze erstrecken kann — mit allen Wechseln, die darin Platz haben.
Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7 Punkte; im Entscheidungssatz wird seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Der Entscheidungssatz ist damit keine Verlängerung des bisherigen Spiels mehr, sondern ein eigener kleiner Wettkampf mit eigener Dynamik. Für Satz- und Gamewetten ist das die folgenreichste Regeländerung der letzten Jahre, denn sie macht den letzten Satz schwerer kalkulierbar als die Sätze davor.
Wer Wetten auf Spiele oder Sätze prüft, sollte deshalb zuerst auf die Satzstruktur schauen und erst danach auf die Quote. Eine Quote von 1.90 auf einen Satzgewinn in einem Fünfsatzmatch und dieselbe Quote in einem Dreisatzmatch beziehen sich auf Vorgänge von unterschiedlicher Länge.
Die Rangliste: zwei bewilligte Veranstalter, acht Angebote ohne Bewilligung
Die interkantonale Regelung lässt für Sportwetten genau zwei Veranstalter zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Jeder bedient sein eigenes Gebiet, und ein Online-Konto ist nur für Personen offen, die dort wohnhaft sind. Mehr bewilligte Buchmacher gibt es nicht — nicht wenige, sondern keine. Ausländische Marken sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen und weil ein Vergleich nur funktioniert, wenn beide Gruppen auf dem Tisch liegen. Sie sind nach denselben Kriterien bewertet und je als «ohne Schweizer Bewilligung» gekennzeichnet. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist strafbar; beschrieben und beurteilt wird hier also, beworben nicht.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| Unibet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht etabliert, ohne Geltung in der Schweiz |
Die Spalte mit dem Bewilligungsstatus füllt sich also vollständig, und sie füllt sich einseitig: neun der zehn Zeilen tragen denselben Eintrag. Genau darin liegt die Information. Ein Status, der sich über acht Angebote hinweg wiederholt, ist kein Vergleichskriterium mehr, sondern eine Marktbeobachtung — die Bewilligungsfrage ist in der Schweiz entschieden, bevor der erste Vergleich beginnt. Was bleibt, ist die zweite Spalte, und die trennt die beiden Gruppen scharf: hier eine Veranstalterin mit Sitz und Verantwortung, dort eine gemeldete Bewilligung ohne Geltung im Inland.
Wer den Vergleich nach Limiten, Auszahlungsregeln und Live-Angebot führt, vergleicht also nicht acht gleichwertige Kandidaten. Er vergleicht zwei vollständig belegte Angebote mit acht Angeboten, über die aus bewilligungsrechtlicher Sicht nichts weiter zu sagen ist. Das ist die eigentliche Rangliste dieser Seite, und sie hat nur zwei echte Plätze.
Grundlagen: was bei einem Wimbledon-Spiel überhaupt gewettet wird
Der Blick zurück auf die Anfänge hilft, die Dimension des heutigen Angebots einzuordnen.

Wimbledon steht im Kalender, aber nicht isoliert. Das Turnier hat ein festes Fenster von zwei Wochen ab Ende Juni, es liegt zwischen den anderen Grand-Slam-Turnieren, und es fällt in eine Phase, in der Rasenplätze ausserhalb Londons nur wenige Wochen im Jahr bespielt werden. Eine Wette auf Wimbledon ist deshalb inhaltlich eine Wette auf eine kurze, dichte Serie von Matches unter Bedingungen, die im Rest des Jahres nirgends reproduziert werden.
Für die inhaltliche Einordnung gibt die abgeschlossene Ausgabe 2026 einen Anhaltspunkt: Das Herreneinzel gewann Jannik Sinner aus Italien, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte; das Dameneinzel gewann Linda Nosková aus Tschechien. Wer daraus eine Prognose für die nächste Ausgabe ableiten möchte, sollte sich klarmachen, was dort tatsächlich steht. Ein wiederholter Titelgewinn belegt, dass ein Spieler zwei Jahre in Folge sieben Matches auf Rasen gewonnen hat. Er belegt nicht, dass dasselbe im kommenden Juli wieder geschieht. Zwischen der abgeschlossenen Ausgabe und der nächsten liegt ein ganzes Tennisjahr auf anderen Belägen, mit anderem Training, anderer Form und anderen Verletzungen.
Die nächste Ausgabe folgt 2027. Ein Spielplan für 2027 lässt sich daraus nicht ableiten; das Turnier läuft jährlich zwei Wochen ab Ende Juni, und mehr steht über die nächsten Daten nicht fest.
Was eine Quote über die Chancen aussagt — und was nicht
Die Quote ist der Preis, zu dem ein Anbieter eine Chance kauft. Sie ist keine Prognose. Wenn ein Anbieter 2.10 auf einen Aussenseiter stellt, behauptet er nicht, dass dieser Aussenseiter in 47.6 Prozent der Fälle gewinnt; er behauptet, dass er bereit ist, CHF 1 gegen CHF 1.10 Nettogewinn zu tauschen, falls es eintritt. Zwischen diesen beiden Aussagen liegt die Marge, und die Marge ist der Grund, warum langfristig die wenigsten Konten im Plus landen.
Wie gross diese Marge in einem schlichten Zwei-Weg-Markt ist, lässt sich an einem Rechenbeispiel zeigen, das ausdrücklich kein Angebot zitiert: Bei Quoten von je 1.90 auf zwei Ausgänge ergibt sich ein Auszahlungsanteil von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) und damit eine Marge von rund 5.3 Prozent — die Bedingung ist, dass beide Seiten gleichermassen gesetzt werden und der Markt genau zwei Ausgänge hat. Bei 1.95 auf beiden Seiten sinkt derselbe Wert auf etwa 2.6 Prozent, bei 1.75 steigt er auf rund 14.3 Prozent. Der Auszahlungsanteil und die Marge addieren sich immer auf 100 Prozent; sie sind dieselbe Marktseite, von zwei Seiten betrachtet.
Daraus folgt für den Leser mehr als eine Zahl. In einem Markt mit zwei Ausgängen und ausgeglichenen Quoten ist die Marge am niedrigsten. In einem Markt mit vielen Ausgängen, wie einer Langzeitwette auf den Turniersieg mit einem Feld von über hundert Namen, ist jeder einzelne Preis mit einem grösseren Anteil belastet, weil dieselbe Summe Anbieteraufwand auf mehr Einzelpreise verteilt wird. Das ist kein Vorwurf an irgendeinen Veranstalter, sondern die Mechanik des Geschäfts. Sie ist der Grund, warum die Suche nach dem genauen Preis in einem Zehn-Ausgänge-Markt weniger bringt als die Entscheidung, in welchem Markt überhaupt gesetzt wird.
Ein zweiter Punkt gehört dazu. Eine Quote verändert sich, und bei Tennis verändert sie sich schnell. Ein einzelner Aufschlagverlust im ersten Satz kann einen ganzen Markt neu bewerten. Wer eine Livewette abschliesst, kauft den Preis von vor zehn Sekunden und erhält ihn nicht mehr, sobald der Ball das Feld verlassen hat.
Bewilligung und Rechtslage: welche Wege in der Schweiz offen sind
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Beaufsichtigt wird das von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Die eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht zuständig — sie beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Loterie Romande betreibt das Produkt Jouez Sport. Beide sind im selben rechtlichen Rahmen tätig, mit derselben Aufsicht und demselben Bewilligungstyp. Die Reingewinne gehen öffentlichen Zwecken in den Kantonen zu.
Die Gebiete sind getrennt. Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Diese Kantone bilden zusammen das Vertragsgebiet von Swisslos. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne.
Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im jeweiligen Gebiet. Wer im Kanton Zürich wohnt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen; wer in Genf wohnt, keines bei Sporttip. Für die Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Was überhaupt gewettet werden darf
Die erlaubten Sportwetten sind eine geschlossene Liste. Massgeblich ist die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026. Nur Sportwetten sind erlaubt; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. In der Liste stehen Qualifikationsrunden nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste führt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich.
Wer eine Wette plant, die nicht auf dem Hauptresultat eines Matches beruht, prüft also am besten zuerst die Liste und danach das Wettprogramm. Die Reihenfolge ist wichtig, weil sie sich nicht umkehren lässt: Was auf der Liste fehlt, kann kein Veranstalter anbieten, auch nicht als Ausnahmefall. Weiter sind Ereignisse gesperrt, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte gibt es nicht.
Wenn das Angebot aus dem Ausland kommt
Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Geltung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Was ihn trifft, ist anders gelagert: Bei Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle.
Die Gespa führt eine Sperrliste, über die Schweizer Telekommunikationsanbieter ausländische Domains per DNS-Sperre blockieren. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, für den sich die Bezeichnung Domain-Hopping eingebürgert hat; die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Für Betroffene heisst das: Die Sperre trifft nicht alle, und sie trifft nicht dauerhaft.
Das ist das eine Ende des Weges, das andere ist genauso unbequem. Ein ausländisches Angebot bedeutet keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister und keinen schweizerischen Rechtsweg; ein bewilligtes Angebot bedeutet vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Wer den einen Weg für den sicheren hält, verwechselt Sicherheit mit Bequemlichkeit; wer den anderen für den freieren hält, verwechselt Freiheit mit Schutzlosigkeit.
Der Fiskus und die unbekannte Steuerfrage
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen — die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb hier nur «je nach Kanton» stehen kann. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine gewöhnliche Tenniswette bleibt weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.
Anders sieht es bei einem ausländischen Anbieter aus. Dessen Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Diese Angaben sind allgemeiner Natur: Wer es genau wissen will, fragt seine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.
Werbung und Gratisguthaben: warum hier keine Codes stehen
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Diese Schwelle ist der Grund, warum hier beschrieben und beurteilt wird, statt empfohlen. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 Bewilligungen dafür erteilt. Eine zeitliche Beschränkung der Werbung — etwa zu bestimmten Tageszeiten — kennt das Gesetz nicht.
Beträge und Konditionen von Bonusangeboten stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Diese Bedingungen sind immer der Masstab, und zwar der einzige. Wie ein Angebot zu lesen ist, zeigt der nächste Abschnitt.
Spielerschutz: die Limiten, die vor der ersten Wette gesetzt werden
Der wichtigste Punkt über den Spielerschutz in der Schweiz ist eine Zuständigkeit. Die Limiten setzt nicht der Staat, sondern der Spielende selbst. Der Veranstalter muss verlangen, dass eine oder mehrere Oberlimiten für Einsätze oder Verluste nach Tag, Woche oder Monat festgelegt werden. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach Ablauf einer Frist — das Gesetz nennt 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer jünger ist, ist von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze gibt es in der Schweiz nicht.
Weil die Limiten selbst gesetzt werden, entscheidet sich an dieser Stelle mehr als an jeder Quote. Wer die Limiten bei der ersten Registrierung nach Gefühl einstellt, hat später eine Erhöhungssperre von mindestens einem Tag vor sich; wer sie vorsichtig einstellt, hat die eine Einstellung gewählt, die sich sofort ändern lässt. Die Richtung ist asymmetrisch, und das ist Absicht.
Sperren, Register und was ein Register bedeutet
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Die Reichweite des Registers ist der Teil, den man leicht überliest. Wer hier sperrt, sperrt in der Schweiz und in Liechtenstein — bei einem ausländischen Anbieter dagegen gar nicht. Das schweizerische Register ist kein Weltregister, und ein ausländisches Angebot ist nicht daran angebunden. Diese Grenze verläuft mitten durch das Angebot.
Zum Verkaufsstellennetz gehört eine nüchterne Zahl. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde bei 200 Fällen an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz am Schalter für verlässlich hält, sollte diese Zahl kennen. Der Schutz am Online-Konto ist strenger geregelt als der am Tresen, und das ist kein Argument gegen den Schalter, sondern eine Information für alle, die eine Wette für jemand anderen mitbringen sollen.
Was eine feste Wochen-Obergrenze in einer Turnierwoche leistet
Wimbledon ist eine zweiwöchige Dauerveranstaltung mit Matches von morgens bis abends. Diese Struktur ist für Limiten ungünstiger als ein einzelner Spieltag mit zwei Partien. Wer an einem Sonntag CHF 20 setzt, verausgabt sich nicht; wer über vierzehn Tage jeden Tag drei Matches verfolgt, kann in kürzester Zeit eine Summe zusammenbringen, die er nie als Einzelbetrag bewilligt hätte.
Deshalb ist eine Tages- und Wochenlimite für diese zwei Wochen nützlicher als eine Monatslimite. Sie greift in dem Rhythmus, in dem das Turnier tatsächlich läuft. Eine selbst gesetzte Pause ist ebenfalls praktisch, weil sie sofort wirkt und nicht verhandelt werden muss.
Warum das Konto auf den eigenen Namen lauten muss
Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und es gibt auch keine Kreditvergabe an Spielende. Ein Konto pro Person mit geprüfter Identität ist die Regel. Für einen ausländischen Anbieter gilt das nicht — und wer dort spielt, spielt ohne diese Rückverfolgbarkeit.
Ob Banken oder Kartensysteme Zahlungen an unbewilligte Wettseiten blockieren, ist nicht der Regelfall; in der Schweiz besteht kein Instrument, das solche Zahlungen sperrt. Was blockiert wird, ist die Domain, und das ist etwas anderes.
Wettarten und Quoten: Turniersieg, Match, Satz und Game
Bei Tennis liegen die Märkte auf drei Ebenen: der ganze Wettbewerb, das einzelne Match, und die kleineren Einheiten innerhalb eines Matches. Die Liste der erlaubten Wettarten entscheidet mit, welche dieser Ebenen überhaupt zugänglich sind; innerhalb des Erlaubten unterscheiden sich die Ebenen vor allem in der Zahl der Ausgänge und damit in der Marge.
Der Turniersieger ist der Markt mit dem grössten Feld. Wer dort setzt, bindet seinen Einsatz für zwei Wochen und kauft einen Preis, der sich nicht mehr verändert. Eine Matchwette ist enger: zwei Spieler, zwei Ausgänge, ein Termin. Satz- und Gamewetten schneiden das Match in Abschnitte und schaffen damit Märkte, die man während des Spiels verfolgen kann — rechnerisch anspruchsvoller, weil die Zahl der Ausgänge steigt.
Was eine Wette am Ende auszahlt, folgt einer festen Formel. Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Bei einem Einsatz von CHF 50 und einer Quote von 2.10 liegt der Rückfluss also bei CHF 105, der Nettogewinn bei CHF 55; bei einer Kombination aus 2.10 und 1.50 liegt die Gesamtquote bei 3.15 und der Rückfluss bei CHF 157.50. Der Veranstalter rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Der Rundungsschritt ist klein, aber wer Kombinationen mit krummen Einzelquoten prüft, sieht an dieser Stelle, warum der Betrag auf dem Wettschein selten exakt der eigenen Rechnung entspricht.
Die bewilligten Veranstalter: Sporttip und Jouez Sport
Swisslos und die Loterie Romande stehen in derselben Zeile des Gesetzes und sind sich doch in einem Punkt unähnlich, der für den Leser der wichtigste ist: Sie teilen die Schweiz in zwei Gebiete, und der Wohnsitz entscheidet, welches man überhaupt nutzen kann.
Swisslos Sporttip: das Angebot für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein
Swisslos sitzt in Basel und ist eine Genossenschaft. Getragen wird das Sportwettenangebot von der interkantonalen Vereinbarung vom 20. Mai 2019, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst neunzehn Deutschschweizer Kantone, dazu das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein — die vollständige Liste steht bei den Bedingungen und ist für die Kontoeröffnung entscheidend.
Die Limiten in den Bedingungen sind konkret: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Unterschied zwischen CHF 1’000 und CHF 10’000 ist dabei kein Detail: Er trennt zwei Arten des Setzens, die Einzelwette mit einem begrenzten Risiko und die Systemwette, bei der aus mehreren Voraussagen viele Kombinationen gebildet werden.
Der Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten. Das gehört zum Verständnis des Ausstiegs: Es ist kein Recht des Wettenden, sondern eine Option des Veranstalters.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für Tennisleser ist der Kern derselbe: Wer zu spät klickt, erhält seinen Einsatz zurück und keinen Gewinn.
Zum Kombinieren gehört bei Sporttip eine Bedingung. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Zwei Märkte desselben Matches gehören also nicht in eine gewöhnliche Kombiwette.
Die Zusatzangebote sind eng gefasst. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro wettende Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost annimmt und dann vorzeitig aussteigt, verliert ihn ganz. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind.
Der Spielerschutz ist bei Sporttip an dieselben Regeln gebunden wie bei jedem bewilligten Veranstalter. Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer die untere Limite nicht ausschöpft, verliert nichts — wer sie zu hoch setzt, muss bis zur Erhöhung warten.
Zum Verhältnis von Ausschüttung und öffentlichem Zweck gibt es eine Zahl. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio. gegenüber CHF 122 Mio. im Vorjahr. Die Sportwetten tragen also einen kleineren Teil bei, als ihr Anteil am Sortiment vermuten lassen würde, und dieser Teil ist zuletzt zurückgegangen.
Als Angebot ist Sporttip damit ein vollständig geregeltes Produkt mit transparenten Limiten und einer dokumentierten Auszahlungslogik — und mit einer Einschränkung, die alles andere überragt: Wer nicht im Vertragsgebiet wohnt, kommt nicht hinein, unabhängig von Quote, Livetiming oder Marktvielfalt.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, anderes Publikum
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das Verkaufsstellennetz ist damit der sichtbarste Unterschied zu einem reinen Onlineangebot: Wer in der Westschweiz wohnt, kann dieselbe Wette am Schalter abschliessen oder am Konto.
Rechtlich steht Jouez Sport auf demselben Fundament wie Sporttip — dieselbe Bewilligungskategorie, dieselbe Aufsicht durch die Gespa, derselbe Ausschluss jeder ausländischen Bewilligung. Der Unterschied liegt im Vertragsgebiet und in der Sprachregion. Wer in Genf wohnt, hat hier Zugang und bei Sporttip keinen; wer in Zürich wohnt, hat es umgekehrt. Ein Vergleich der beiden Angebote nach Quote ist deshalb für einen einzelnen Leser meist gegenstandslos: Eines der beiden steht ihm gar nicht offen.
Für die Westschweiz bedeutet das eine echte Struktur, mit Verkaufsstellen, Personal und einer Veranstalterin vor Ort — und für alle anderen bedeutet es, dass die Hälfte des bewilligten Schweizer Marktes für sie nicht existiert. Diesen Weg wählt, wer im Gebiet wohnt; alles andere ist eine Frage ohne Antwort.
Zehn Angebote im direkten Vergleich
Die zehn bewerteten Angebote sind untereinander nicht gleichwertig, und das liegt nicht an der Ausstattung, sondern an der Rechtslage.
ZotaBet: ein Konto ohne Rückweg
ZotaBet tritt als internationales Angebot auf und wird hier nach den gleichen Kriterien bewertet wie die bewilligten Veranstalter. Eine Schweizer Bewilligung hat es nicht, und nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten. Eine gemeldete Bewilligung verleiht in der Schweiz keine Geltung. Damit fehlen drei Dinge auf einmal: die Anbindung an das schweizerische Sperrregister, ein schweizerischer Rechtsweg und jede Fair-Play-Kontrolle durch die Gespa. Die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.
Für einen Spielenden heisst das konkret: Wer sein Konto hier führt und später eine Sperre will, sperrt nichts, was ihn schützt. Was auf diesem Weg entsteht, ist keine Frage des Vertrauens in ein Unternehmen, sondern eine Frage des Rechtswegs, den es nicht gibt.
Unibet: die bekannte Marke neben der fehlenden Bewilligung
Unibet gehört zu den Namen, die Schweizer Spielende kennen, und genau das macht die Einordnung unangenehm. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor, und die gemeldete Bewilligung hat im Inland keine Geltung. Keine Verbindung zum Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, und die Möglichkeit einer DNS-Blockade besteht. Die Bekanntheit einer Marke ist kein Bewilligungsersatz.
Wer die Marke aus anderen Ländern kennt, sollte den Unterschied benennen können: Dort spielt er unter einer Aufsicht, die für ihn zuständig ist, hier nicht. Der Bekanntheitsgrad beantwortet keine Aufsichtsfrage.
Betscore: ein weiteres Angebot ohne Schweizer Bewilligung
Betscore fällt in dieselbe Gruppe. Ohne Schweizer Bewilligung, mit einer gemeldeten Bewilligung ohne Geltung im Inland, ohne Anbindung an das Sperrregister und ohne schweizerischen Rechtsweg; die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden. Aus Sicht des Schweizer Rechts unterscheidet sich das Angebot in keinem dieser Punkte von den anderen Marken ohne Bewilligung.
Was ein Leser daraus mitnehmen kann, ist eine Vereinfachung: In dieser Gruppe sind die Unterschiede zwischen den Anbietern für die zentrale Frage nachrangig. Die zentrale Frage ist der Status.
WirWetten: deutschsprachig, aber nicht schweizerisch bewilligt
WirWetten spricht Schweizer Spielende sprachlich direkt an. Eine Schweizer Bewilligung hat die Marke nicht, die gemeldete Bewilligung gilt im Inland nicht, und die Folgen sind dieselben wie in dieser Gruppe: kein Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, mögliche DNS-Blockade. Eine deutsche Oberfläche ist noch keine Schweizer Bewilligung.
Das ist die eine Stelle, an der die Bewilligungsfrage wirklich etwas kostet. Ein Angebot, das sich wie ein lokales liest, aber keines ist, verleitet zu der Annahme, die Aufsicht sei mitgeliefert. Sie ist es nicht.
BetFury: Krypto-Konten und was daran fehlt
BetFury ist als Angebot mit Krypto-Ausrichtung bekannt. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor, die gemeldete Bewilligung hat keine Geltung in der Schweiz, es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister und kein schweizerischer Rechtsweg; die Sperrliste kann die Domain erfassen. Bei bewilligten Schweizer Sportwetten werden Gewinne ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt; anonyme Auszahlungen gibt es dort nicht.
Wer ein Konto in dieser Gruppe führt, verliert die Rückverfolgbarkeit, die im bewilligten System selbstverständlich ist. Das ist kein moralischer Punkt, sondern ein technischer.
Rollbit: Casino-Profil, Sportwetten ohne Bewilligung
Rollbit ist vor allem als Casino-Anbieter präsent. Eine Schweizer Bewilligung hat die Marke nicht, und hier lohnt ein genauer Blick auf die Zuständigkeiten: Casino und Sportwetten sind in der Schweiz getrennte Bewilligungen mit getrennten Aufsichten, und die eidgenössische Spielbankenkommission beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Eine ausländische Aufsicht in irgendeinem Bereich ersetzt keine Schweizer Bewilligung für Sportwetten. Kein Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, mögliche Blockade der Domain.
Bei einem Anbieter mit Casino-Schwerpunkt verschiebt sich zudem das Verhältnis zwischen den Produkten. Sportwetten sind dort das Zusatzangebot, und wer primär wegen Tennis kommt, ist nicht die Hauptzielgruppe.
Rabona: Sportwetten im Auslandsangebot
Rabona tritt als Sportwettenmarke auf, ohne Schweizer Bewilligung, mit einer gemeldeten Bewilligung ohne Geltung im Inland, ohne Verbindung zum Sperrregister und ohne schweizerischen Rechtsweg; eine Blockade über die Sperrliste ist möglich. Für einen Schweizer Spielenden ändert die Marke an dieser Rechtslage nichts: Wer hier setzt, setzt nicht unter Schweizer Aufsicht.
Wer die Gruppe vor allem nach Markenname sortiert, sortiert nach dem falschen Kriterium. Innerhalb dieser Gruppe ist der Rechtsstatus konstant, und der Markenname ist die einzige Variable, die keine rechtliche Wirkung hat.
Bruce Bet: neuer Name, gleiche Einordnung
Bruce Bet ist der jüngste Name in der Gruppe und rechtlich am selben Punkt. Keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung der gemeldeten Bewilligung im Inland, keine Anbindung an das Sperrregister, kein schweizerischer Rechtsweg, mögliche DNS-Blockade. Ein neuer Marktauftritt ist keine neue Bewilligung.
Für einen Spielenden, der sich zwischen diesen Angeboten entscheiden möchte, ändert sich die Frage damit nicht: Er wählt zwischen Varianten desselben Status. Wer Schweizer Schutz will, wählt ihn nicht innerhalb dieser Gruppe, sondern ausserhalb.
Was das Angebot im Einzelnen trägt: Zusatzfunktionen und ihre Bedingungen
Bei den beiden bewilligten Veranstaltern gibt es Funktionen, die das Setzen verändern, ohne dass sie die Grundlage berühren. Sie stehen nicht in der Gesetzesliste, sondern in den Bedingungen der Veranstalter, und deshalb ist jede dieser Funktionen eine Frage des konkreten Anbieters.
Bei Sporttip umfasst Cash-Out Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor dem Spiel und live, aber nur online und nur als vollständiger Ausstieg. Die Kombination abhängiger Ereignisse derselben Sportveranstaltung läuft ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion. Boosts sind online und einmalig, gelten für Prematch-Einzelwetten oder für definierte Ereignisse und verfallen bei einem Cash-Out. Das Verhältnis ist klar: Jede Zusatzfunktion erweitert den Zugang, aber jede ist auch eine Bedingung, die man vorher lesen sollte.
Der Punkt an dieser Stelle ist nicht die Zahl der Funktionen, sondern ihre Reihenfolge. Eine Gewinnerhöhung ist wertlos, wenn man den Gewinn vorher ausbucht, weil der Boost mit dem Cash-Out verschwindet. Eine Kombination aus zwei Märkten desselben Matches ist wertlos, wenn sie nicht als Bet-Builder gebaut wurde, weil der Veranstalter sie als ungültig erklären kann. Die Fehler passieren nicht zu Beginn, sondern am Ende.
Was das Ausland nichts von der Sperrliste hält: Quoten, Timing und Blockade
Auf dieser Seite gibt es einen Abschnitt, der in vielen Ratgebern fehlt, weil er unbequem für beide Seiten ist: die Frage, was einen ausländischen Anbieter überhaupt erreichbar macht. Die Sperrliste ist ein Instrument des Schweizer Staates gegen den Anbieter, nicht gegen den Spielenden. Sie trifft Domains, und sie trifft sie nachträglich. Die Zahl von 671 Domains Ende 2025 mit Ersatz innerhalb von Stunden beschreibt den Zustand sehr genau: Es ist eine Verfolgung mit Verzögerung, und die Verzögerung ist praktisch spürbar. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden — und dieses Risiko trifft ihn, obwohl er nicht Täter ist.
Wer aus dieser Beschreibung einen Freifahrtschein liest, sollte den zweiten Teil mitlesen. Ein ausländisches Konto hat keine Anbindung an das Register, in dem Schweizer Sperren stehen. Wer dort spielt und in einer schwierigen Phase eine Sperre will, hat kein Werkzeug dafür. Die Pause, die im bewilligten System sofort wirkt, existiert auf dieser Seite nicht.
Die zwei Wege, sortiert nach dem, der sie geht
Die Entscheidung, um die es hier geht, ist keine Geschmacksfrage. Sie lässt sich entlang von zwei Profilen beschreiben, und jedes Profil hat einen klaren Gewinner.
Wer im Vertragsgebiet wohnt, dort ein Konto führt und eine Verlustlimite sowie, bei Bedarf, die Spielsperre im Register nutzen möchte, kommt an Swisslos oder an der Loterie Romande nicht vorbei. Diese Wege sind die einzigen, auf denen die Schweizer Aufsicht, das Sperrregister, die Rückzahlung auf ein Konto mit dem eigenen Namen und der schweizerische Rechtsweg zusammenkommen. Der Wohnsitz entscheidet, welcher der beiden Wege offensteht, und für viele fällt damit auch die Wahl zwischen den beiden weg. Wer in der Deutschschweiz wohnt, wählt Sporttip; wer in der Westschweiz wohnt, wählt Jouez Sport. Alles andere ist eine Diskussion über ein Angebot, das man gar nicht nutzen kann.
Der zweite Weg führt zu einem Angebot ohne Schweizer Bewilligung. Er ist nicht verboten, was den Spielenden angeht, und niemand auf dieser Seite wird behauptet haben, dass er bequem wäre. Wer ihn geht, sollte wissen, was er aufgibt: das Sperrregister, den Rechtsweg, die Fair-Play-Kontrolle und die Schweizer Aufsicht überhaupt. Gewinne unterliegen ausserdem der kantonalen Steuerpraxis, im Thurgau als vollständig steuerbares Einkommen.
Der Punkt, der beide Wege verbindet, ist die Marge. Ob bewilligt oder nicht, ob mit deutscher oder englischer Oberfläche: In jedem Markt sitzt sie im Preis, und in jedem Markt mit wenigen Ausgängen ist sie kleiner als in einem mit vielen. Wer das einmal verstanden hat, sucht nicht den Anbieter mit der sensationellsten Quote, sondern den Markt mit der vernünftigsten Struktur — und liest danach die Bedingungen.
Für die nächste Ausgabe des Turniers, die 2027 folgt, bleibt der Zugang zu diesen beiden Wegen unverändert. Was sich ändert, ist die Berechtigung von Spielenden, die dann 18 werden oder umziehen. Der Rest ist Rasen.
Häufige Fragen zu Wimbledon-Wetten in der Schweiz
Wann fand das letzte Wimbledon-Turnier statt und auf welchem Belag wird gespielt?
Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London statt und waren die 139. Austragung. Gespielt wird auf Rasen; Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf dieser Oberfläche. Die nächste Ausgabe folgt 2027, wieder zwei Wochen ab Ende Juni in London.
Wer darf in der Schweiz Wetten auf Wimbledon anbieten, und welche Wettarten sind zugelassen?
Sportwetten in der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, die Aufsicht führt die Gespa. Die erlaubten Wettarten stehen auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, zuletzt in der Fassung vom 10. September 2026.
Wie unterscheiden sich Herren- und Damenturnier bei der Satzzahl, und was folgt daraus für Wetten?
Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Satz- und Gamewetten beziehen sich damit auf unterschiedlich lange Abläufe. Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7, seit März 2022 im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung.
Wie wird eine Tenniswette ausgezahlt, und was behält der Anbieter?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 ergibt ein Auszahlungsanteil von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) eine Marge von rund 5.3 Prozent, gerechnet auf zwei Ausgänge und ausgeglichene Einsätze.
Wie verhalten sich Livewetten auf Tennis, und wie schnell ändern sich Quoten?
Livewetten sind erlaubt, soweit der Veranstalter über die entsprechende Bewilligung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte gibt es nicht. Quoten bewegen sich während eines Matches sehr schnell. Wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs setzt, erhält bei Sporttip die Quote 1.00.
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